DRK: Blutspenden sind jetzt umso wichtiger

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Patienten brauchen Blutspender: Das DRK appelliert, gerade jetzt aktiv zu bleiben oder zu werden.
Patienten brauchen Blutspender: Das DRK appelliert, gerade jetzt aktiv zu bleiben oder zu werden. (Foto: Bernd Wüstneck/dpa)
Esther Bauer

Am kommenden Montag, 16. März, ruft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zur Blutspende in der Karl-Brugger Halle in Kehlen auf. Gerade jetzt, da die Ausbreitung des Coronavirus allgegenwärtig ist, prasseln viele Fragen auf den Blutspendedienst des DRK ein. „Kann ich im Zeichen des Coronavirus noch Blut spenden? Darf ich es oder muss ich es sogar? Und: Wie sicher bin ich dabei vor einer möglichen Infizierung?“ Die Helfer beruhigen: Die Termine finden nach wie vor statt, Spenden sind wichtig und werden benötigt. Im folgenden werden die wichtigsten Fragen vom Blutspendedienst des DRK beantwortet.

Kann ich während der Ausbreitung des Coronavirus Blut spenden?

Auch in Zeiten der Grippewelle und des Coronavirus ist das DRK auf Blutspender angewiesen, damit die Patienten auch weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können.

Wie wird kontrolliert, damit eine Ansteckung verhindert wird?

Die Gesundheitskontrollen, die bislang zum Beispiel Erkältete oder Grippekranke von der Spende abhalten sollen, sind verschärft worden. Bei allen potenziellen Spendern wird die standardmäßige Messung der Körpertemperatur auf den Eingangsbereich der Spendenorte vorgezogen. Dort stehen überdies Mittel zur Handdesinfektion bereit, ebenso schriftliche Erklärungen zum Themenkomplex „Blutspenden und Corona“. Zudem befragen die Helfer Spendenwillige vor Ort ebenfalls zu anderen möglichen Krankheiten – und das schon, bevor sie sich anmelden müssen. Damit will der Blutspendedienst auch an diesem neuralgischen Punkt für Entspannung sorgen. Denn erfahrungsgemäß gibt es bei Spendenterminen – wenn das überhaupt der Fall ist – Menschenansammlungen am ehesten an dieser Stelle.

Was ist mit Menschen, die sich in jüngster Zeit in Risikogebieten aufgehalten haben?

Nach Auslandsaufenthalten gibt es häufig Sperrfristen bis zur nächsten Blutspende. Abhängig von Reiseziel, Aufenthaltsdauer und Reisezeit reichen diese Wartezeiten von vier Wochen bis zu sechs Monate nach Rückkehr. Hier sind die Regelungen ergänzt worden. Reiserückkehrer aus der gesamten Volksrepublik China mit Hongkong und Macau, Nord- und Südkorea, Italien, dem Iran und Japan sowie den betroffenen Regionen Frankreichs werden generell für vier Wochen nach Rückkehr zurückgestellt. Spendewillige, die Kontakt zu einem an Coronavirus-Erkrankten oder zu einem Verdachtsfall hatten, werden ebenfalls für vier Wochen nach Exposition von der Blutspende zurückgestellt. Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, müssen nach Ausheilung für drei Monate warten, bis sie wieder zur Blutspende gehen können.

Kann das Coronavirus durch eine Blutspende übertragen werden?

Bislang sind keine Fälle von einer Übertragung des neuartigen Coronavirus über Blutprodukte bekannt geworden. Es ist auch unklar, ob Viren, die solche Erkrankungen auslösen, überhaupt durch Blut übertragen werden können.

Warum ist es gerade jetzt wichtig, Blut zu spenden?

Vor dem Hintergrund der pandemischen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 kann sich die Versorgungslage in kürzester Zeit drastisch verschärfen. Deshalb appelliert der DRK-Blutspendedienst, die angebotenen Blutspendetermine in den kommenden Tagen und Wochen wahrzunehmen und einen Beitrag zur Sicherung der Patientenversorgung auch in Zeiten der Coronavirus-SARS-CoV-2-Epidemie zu leisten.

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