Die Super-Elli zeigt, was in Büchern steckt

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Billy Bernhard vom Chausée-Theater läßt für Meckenbeurer Vorschulkinder die Puppen tanzen.
Billy Bernhard vom Chausée-Theater läßt für Meckenbeurer Vorschulkinder die Puppen tanzen. (Foto: Karin Schütrumpf)
Katrin Schütrumpf

Ein Tisch, ein paar hölzerne Stühle und Hocker – viel mehr braucht Schauspieler Billy Bernhard nicht, um mit seinen handgearbeiteten Puppen eine ganze Kinderwelt auf die Bühne des Kulturschuppens zu zaubern. Seine Hauptfigur, die clevere Puppe Super-Elli, zeigt, was alles in Büchern und Geschichten steckt. Im Rahmen der Frederick-Tage hatte die Gemeindebücherei Vorschulkinder aus den Kindergärten St. Maria und Lochbrücke zu einem Stück des Chaussée-Theaters ans Gleis 1 eingeladen.

Die Super-Elli trägt Brille und ein buntes Kleid und sie möchte, was sich viele Kinder wünschen: noch nicht zu Bett gehen, noch eine Geschichte hören und endlich ein eigenes Zimmer. Ihr Papa liest noch eine Geschichte vor. Schallend lachen die Kinder, wenn er das Buch verkehrt herum hält und deshalb nur Quatsch redet.

Handpuppe Elli muss wie jedes Kind noch Zähne putzen. Lautmalerisch imitiert Schauspieler Billy Bernhard die surrende Zahnbürste, schlüpft sprachlich mal in die Rolle des müden Vaters und spricht mal als Elli zu den 40 kleinen Zuschauern aus zwei Kindergärten, die am Donnerstag säuberlich voneinander getrennt im Kulturschuppen Platz genommen haben.

Schauspieler Billy Bernhard hat das bunt gekleidete Puppenmädchen selbst gestaltet. Auch Ellis Freunde Pit und Kalle stammen aus seiner eigenen Werkstatt, genauso wie der Bösewicht Fiese Möp. Die Aufführung des Chaussée-Theaters im Kulturschuppen ist eine der Veranstaltungen im Rahmen der Frederick-Tage, bei denen es um Leseförderung geht.

Die Super-Elli ist natürlich ein Bücherwurm. Zusammen mit ihren Puppenfreunden Pit und Kalle spielt sie auf der Bühne eine Piratengeschichte aus einem Buch nach. Findig verändern die drei die Geschichte, um Elli endlich zum heiß ersehnten eigenen Zimmer zu verhelfen. Pit und Kalle entführen Prinzessin Elli und fordern „ein eigenes Zimmer“ als Lösegeld für die Freilassung ihrer Geisel. Die Vorschulkinder aus Meckenbeuren fiebern begeistert mit. „Hebt mal alle eure Arme hoch. Wir brauchen noch ein Meer für das Piratenschiff“, bezieht Billy Bernhard seine kleinen Zuschauer ins Spiel mit ein.

Auch gruselige Geräusche von der Bühne fesseln die kleinen Zuschauer. Denn anschließend müssen die drei Puppenfreunde ihre Lieblingsbücher vor dem grünen Gespenst retten. Dieses versucht, alle Bücher zu stehlen und zu zerstören und tappt zum Glück schnurstracks in die Falle, die die drei Puppenfreunde dem Bösewicht gestellt haben. Dass jemand so etwas Tolles wie Bücher zerstört, kann die Super-Elli nun gar nicht verstehen.

Das Gespenst mit Namen Fieser Möp gibt zu: Bücher sind ihm unheimlich, weil sie voller Zeichen sind, die der Möp nicht versteht. Zusammen mit den Vorschulkindern aus Meckenbeuren hilft die Super-Elli dem Möp beim Buchstabieren. „Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen- und Schreibenlernen.“ Mit diesen Worten beendet Billy Bernhard sein Theaterstück von der Super-Elli.

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