Die „Schiffe“ St. Verena, St. Jakobus und St. Maria sind auf Kurs

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Mit einem Festgottesdienst in St. Maria wurde gestern die Pastoralvistitation in der Seelsorgeeinheit Meckenbeuren abgeschlossen
Mit einem Festgottesdienst in St. Maria wurde gestern die Pastoralvistitation in der Seelsorgeeinheit Meckenbeuren abgeschlossen (von links): Diakon Martin Bernhard, Dekanstellvertreter Bernd Herbinger, Pfarrpensionär Manfred Fliege sowie Pfarrer Josef (Foto: karl gälle)

Es war ein beeindruckender wie festlicher Gottesdienst, mit dem die Seelsorgeeinheit Meckenbeuren am Sonntag die Pastoralvisitation beschlossen hat. Dekanstellvertreter Bernd Herbinger aus Friedrichshafen besuchte vergangene Woche im Auftrag des Bischofs eine gemeinsame Sitzung der Kirchengemeinderäte aus Meckenbeuren, Kehlen und Brochenzell sowie die Pfarrverwaltung. Pfarrer Josef Scherer begrüßte in St. Maria nicht nur Herbinger als Visitator, sondern auch die liturgischen Dienste, darunter allein über 30 Ministranten, sowie die drei Kirchenchöre der Seelsorgeeinheit unter Leitung von Susanne Brugger.

„Wir setzen heute ein Zeichen, dass wir gemeinsam unterwegs sind", so Pfarrer Josef Scherer. „Sie sind eine bunte Gemeinde, in der man mit Herzlichkeit und Freude empfangen wird und darauf hat neben anderen euer Pfarrer wesentlichen Einfluss“, erwiderte Bernd Herbinger die Willkommensgrüße. In seiner Predigt verglich er die derzeitige Situation der Kirche mit der Fastenzeit. Einerseits scheine die Kirche im derzeitigen Prozess des Umbruchs zu schrumpfen und sich vielerorts zurückzuziehen, was für alle Beteiligten spürbar und äußerst schmerzhaft sei. Doch gerade hier werde die Parallele zur Fastenzeit deutlich, nämlich das „sich Konzentrieren auf das Wesentliche“. Eine gute Seite dabei, dass man einander brauche, zusammenrücke und gemeinsam und bewusst den Glauben feiere. Am wichtigsten jedoch sei die Erkenntnis, dass „Gott bleibe, der er ist“. Und so gelte es, gemeinsam zu danken, zu bitten und Buße zu tun.

Offen, gastfreundlich, brüderlich

Auch müssten heute die Weichen so gestellt werden, dass Kirche wieder offen, gastfreundlich und brüderlich werde und Menschen begeistern könne. St. Verena, St. Jakobus und St. Maria verglich Bernd Herbinger mit drei Schiffen auf hoher See. Und so könne er gerade im Hinblick auf das jüngst verabschiedete Leitbild der Seelsorgeeinheit dem Bischof berichten: „Die Schiffe haben losgelegt und sind auf Kurs.“

Für einen sehr konstruktiven und lebendigen Dialog bei der Pastoralvisitation dankte Dietmar Schorrer namens aller drei Gemeinden der Seelsorgeeinheit: "Wir alle sind tief beeindruckt, mit welchen Ideen und mit welcher Leidenschaft sie auch kleine Flammen des Glaubens hoffnungsvoll und mit Zuversicht wieder zum Leuchten bringen". Mit dem neuen Leitbild wolle man "zukunftsweisende Projekte anpacken", so Dietmar Schorrer. Dass der Sprecher der Seelsorgeeinheit mit seinen Aussagen den Nagel auf den Kopf getroffen hatte, zeigte eine spontane Reaktion eines Mitfeiernden: "Sie haben uns mit dem festlichen Gottesdienst heute mitten in der Fastenzeit Ostern vorweggenommen". Genau das sei das Geheimnis des heutigen Fastensonntages "Laetare" (Freue dich!), so Bernd Herbinger in seiner ebenso spontanen Antwort.

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