Robert Di Lauro, Präventionsbeauftragter am Bildungszentrum, und Kriminalhauptkommissar Peter Köstlinger (re.) haben zahlreichen
Robert Di Lauro, Präventionsbeauftragter am Bildungszentrum, und Kriminalhauptkommissar Peter Köstlinger (re.) haben zahlreichen Eltern die Möglichkeit gegeben, einges über die Gefahren des Internets zu erfahren. (Foto: Karl Gälle)

Rund fünfzig Eltern hat der Präventionsbeauftragte am Bildungszentrum Meckenbeuren, Robert Di Lauro, am Donnerstagabend zum Themenabend „Medienwelten Jugendlicher“ begrüßt und gleich zum Einstieg ließ Kriminalhauptkommissar Peter Köstlinger mit einem Zitat aus der Zeitung Welt „Was die Kinder brauchen, ist erbarmungslose Kontrolle durch die Eltern“ diese aufhorchen.

„Sie müssen ihre Kinder in der Tat kontrollieren, das heißt mit ihnen sprechen, ihnen Partner sein“, stellte der Gewalt- und Medienpräventionsbeauftragte den harten Begriff „erbarmungslose Kontrolle“ ins pädagogisch rechte Licht. Zunächst vermittelte Köstlinger seinen Zuhörern einen Überblick über die Verbreitung, die Zugangs- und Nutzungsformen moderner Kommunikationsmöglichkeiten und virtueller Spielangebote für junge Menschen.

Dass hierbei neben viel Positivem auch enorme Risiken bestehen, verdeutlichte der Referent anhand teils drastischer Beispiele aus seiner beruflichen Praxis als Kriminalhauptkommissar. Chatten, Sexting, Pornografie, Filesharing, Screenshot oder Cyber-Mobbing waren die Problemfelder, mit denen Köstlinger seine Zuhörer konfrontierte und Wege aufzeigte, wie Kinder und Jugendliche vor jugendgefährdenden Inhalten und Kontakten im Internet geschützt werden können.

Das Internet sei heute Realität und das eigentliche Problem seien nicht die elektronischen Medien an sich, sondern der falsche Umgang damit, betonte Köstlinger.

Unter dem Schlagwort „Snuff-Videos“ (Darstellung von Morden zur Unterhaltung) zeigte der Referent die „tiefsten Abgründe des Internets“ und bat seine Zuhörer, als Multiplikatoren bei der Warnung vor diesen dunklen Seiten zu wirken. Cyber-Mobbing, Gewaltspiele und Darstellungen im Internet und deren Weitergabe seien die große Gefahr für die Kinder und Jugendlichen. Zahlreiche reale Beispiele und wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass dies zum Abbau der natürlichen Tötungshemmung führe und schlimme Folgen hervorrufen könne.

„Wir haben durch den Vortrag alle Respekt vor den digitalen Medien bekommen, lassen Sie uns die angesprochenen Probleme gemeinsam angehen“, beschloss Robert Di Lauro den Abend und dankte dem Referenten für einen beeindruckenden und auch spannenden Vortrag. „Ich habe wegen des Elternabends heute auf das Fußballspiel im Fernsehen verzichtet, aber es hat sich wirklich gelohnt“, machte auch einer der anwesenden Väter Kriminalkommissar Peter Köstlinger ein ein verdientes Kompliment.

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