Der 35. Geburtstag ist eine Ouverture wert

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Auch gemeinsam sind das Akkordeonorchester Meckenbeuren und die Just Sax & Friends ein perfektes musikalisches Team
Auch gemeinsam sind das Akkordeonorchester Meckenbeuren und die Just Sax & Friends ein perfektes musikalisches Team
Schwäbische Zeitung
Helga Wiechert

Zum Frühjahrskonzert hat das Akkordeonorchester Meckenbeuren (AOM) sich am Samstag viele Gäste in den Kulturschuppen eingeladen und eigens dafür auch ein Ensemble aufgestellt, in dem die Dirigentin Sabine Hörmann selbst zum Akkordeon griff. Viel Applaus gab‘s dafür von den Gästen, für gute Musik, für ganz viel Gefühl und Herzlichkeit.

Mit der „Celebration Overture“ von Kees Vlak hat das Akkordeonorchester das Frühjahrskonzert eröffnet und ist stilvoll ins „ganz und gar nicht eintönige Programm“ eingestiegen, wie Moderatorin Simone Miele es formulierte und sich fragte: „Gibt’s denn heut was zu feiern?“ Das gab es, den 35. Geburtstag vom Akkordeonorchester. „Das ist schon eine Overture wert“, freute sie sich mit den Musikern und dem Vorsitzenden Michael Höss.

Im Walzerschritt ging’s weiter ins nächste Stück und hin zum „Concerto d’Amore“ von Jacob de Haan. „Zum Konzert der Liebe, das die ganze Bandbreite der Gefühle hören ließ, mal beflügelt und losgelöst, mal überströmend, triumphierend und jubilierend. Und mit der Filmmusik „Gabriella’s Song“ haben die Musiker und Musikerinnen schon vor der Pause große Vielfalt bewiesen und noch mehr Können.

Boogie als Zugabe

Das zeigte auch „die spielfreudige Abordnung des Hauptorchesters“. Das Ensemble, das auch die Dirigentin zum Spielen lockte und zum lautstarken Juchzer beim „Danza Kuduro“. Den „Hochzeitstag auf Troldhaugen“ von Edvard Grieg hatte Vizedirigentin Priska Vogler mit dem Ensemble einstudiert, genauso wie den Boogie, den die Gäste als Zugabe bekamen.

Nicht weniger erfolgreich waren die musikalischen Freunde aus der Musikschule, die „Just Sax & Friends“. Mit den „Driving red cars“ rockten sie die Bühne, ließen das Dschungelbuch hochleben, feierten mit ABBA’s Waterloo die 80er und zogen mit dem „The Sound of Silence“ durch die „Hall of Fame“. „See you later Alligator“, setzte Dirigent und Musikschulleiter Jörg Scheide als Zugabe obendrauf und war stolz auf die neue Formation, die von Musiklehrerin Claudia Otto geleitet wird. „Das können sie auch“ lud er alle Gäste zum Schnuppern und Musizieren in die Musikschule ein.

Tänzerisch ging das Orchester in die zweite Runde, ließ das „Mädel aus Spanien“ von T. Evans Paso Doble tanzen, vereinte „Tango und Bolero“ im gleichnamigen Stück und suchte die große Herausforderung im „Henry Mancini in Concert“, das alle forderte, beim rasanten Wechsel der Tempi. Stolz war da die Dirigentin Sabine Hörmann, die sich freute, dass hier „alle immer an einem Strang ziehen und eine perfekte Einheit bilden. Da macht das Musizieren so richtig Spaß!“

Lambada zum Finale

Den hatte sie auch beim großen Finale, als das Orchester mit „Just Sax & Friends“ gemeinsam antrat, zum Lambada. Großen Beifall gab’s für all die Musikerinnen und Musiker, für die Dirigenten und Gastspieler, wie Michael Vogler und Marius Jonasson und von Sabine Hörmann das große Versprechen: „Beim nächsten Mal, gibt’s mehr davon!“

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