Chefarzt erklärt, wie Brustkrebs entsteht

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Dr. Hans-Walter Vollert
Dr. Hans-Walter Vollert (Foto: mcb)
Schwäbische Zeitung

Dr. Hans-Walter Vollert bringt vom Mamakarzinom-Weltkongress in den USA aktuelle Neuigkeiten mit zu „Medizin am Gleis“ in Meckenbeuren. Er erläutert laut Medizincampus Bodensee (MCB) dann, wie Brustkrebs entsteht und welche neuen Aspekte es in Diagnostik und Behandlung gibt. Der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Häfler Klinikum und Leiter des Brustzentrum Bodensee am Standort Friedrichshafen, referiert in Meckenbeuren am Mittwoch, 12. Februar, ab 19 Uhr laienverständlich, wie der MCB schreibt. Der Eintritt ist frei.

Darüber, warum Brustkrebs entsteht, herrscht noch weitgehend Ungewissheit. Klar ist allerdings, dass ein entscheidender Schritt bei der Entwicklung jedes bösartigen Tumors die Veränderung des Erbgutes einer einzigen Zelle ist.

Brustkrebs ist mit etwa 30,5 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in allen Staaten der industrialisierten Welt. Seit den 1980er Jahren stieg die Zahl der Fälle auf das Doppelte an und ungefähr 69 000-mal im Jahr stellen Ärzte aktuell die Diagnose „Mammakarzinom“ bei einer Frau. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, allerdings viel seltener. Aber auch wenn Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist, so ist es in der Regel nicht die gefährlichste Krebsart. Rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die meisten Erkrankungen heilbar, schreibt der Klinikverbund.

Das Brustzentrum Bodensee ist eine Kooperation zwischen den Frauenkliniken in Friedrichshafen und Konstanz, das sich seit mehr als zehn Jahren externen Auditoren stellt. Und auch die Patientinnen stellen dem Zentrumsstandort Friedrichshafen sehr gute Zeugnisse aus. „Jede Patientin unseres Brustzentrums wird von mir oder meinem Oberarzt persönlich betreut.“, so Chefarzt Dr. Hans-Walter Vollert. Er weiß aus seiner langjährigen Erfahrung: „Wir können es nicht jedem Recht machen, aber wir wollen jedem Patienten gerecht werden.“ Das Brustkrebs-Netzwerk geht weit über das interdisziplinäre und multiprofessionelle Team im Klinikum, zu dem auch die „Breast care nurse“ und die „Onko-Schwester“ (speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen der Krankenpflege) aber auch Physiotherapeuten gehören, hinaus. So hat es mit der Selbsthilfegruppe „Frauen nach Krebs“ einen starken und verlässlichen Partner an seiner Seite.

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