Brochenzeller Weihnachtsumtrunk bringt Rekorderlös

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 Auf dem Bild (von links)Lina Barthels, Robert Assfalg, Franz König, Frau Kaufmann-Mendes (Altenheim), Anette Kramer, Rüdiger Ha
Auf dem Bild (von links)Lina Barthels, Robert Assfalg, Franz König, Frau Kaufmann-Mendes (Altenheim), Anette Kramer, Rüdiger Hartwich, Gerhard Klein und eine Bewohnerin. (Foto: Anette Kramer)
Schwäbische Zeitung

Der traditionelle Weihnachtsumtrunk am 23. Dezember in Brochenzell hat wieder zahlreiche Besucher angelockt und den Rekordspendenerlös von 800 Euro eingebracht. Der Erlös wurde jetzt den Empfängern überreicht.

Was als vorweihnachtliches Treffen der Nachbarschaft aus der Locher II-Siedlung begann, ist nach über 25 Jahren zu einem stimmungsvollen Abend geworden, auf den sich alle aus der Umgebung freuen. Es ist ein Treffen für Jung und Alt. Schon längst sind die Kinder der ersten Bewohner-Generation selbständig, oft mit eigener Familie oder weggezogen. Aber der Vorweihnachtsabend in Brochenzell bei Königs im Carport ist ein fester Termin, der wenn möglich, eingehalten wird. Bei Kinderpunsch, Glühwein, Gebäck und Dinnete kommt jeder mit jedem ins Gespräch und genießt den Abend. Wenn zu späterer Stunde die Choralbläser des Musikvereins aufspielen, wird die Stimmung weihnachtlich.

Gedankt wurde allen Verantwortlichen, Helfern und Spendern für die Organisation des Abends. Heimelig und stimmungsvoll war es, das schlug sich im Erlös von 800 Euro nieder. Schöner Brauch ist es, dass der Erlös jedes Jahr sozialen Zwecken zu Gute kommt – diesmal auf zwei Projekte aufgeteilt: Eine Hälfte erhält das Altenheim St. Josef in Brochenzell für den Besuch der Krankenhausclowns und für neue Spiele. Die andere Hälfte soll Lina Bartels bei den Vorbereitungen für ihren sozialen Dienst in Peru unterstützen.

Lina wird im August einen Freiwilligendienst im Rahmen des weltwärts Programms machen, der zu 75 Prozent durch staatliche Förderung und zu 25 Prozent in Form von Spenden finanziert wird, die sie aufzubringen hat. Sie tut dies in Peru in einem Kinderheim. Hier leben vor allem Kinder, die aus weit entfernten Bergdörfern stammen oder Kinder aus sozial schwachen Familien. Ohne das Kinderheim müssten die Kinder täglich einen Schulweg von über zwei Stunden auf sich nehmen.

Die Spende für das Altenheim unterstützt die Arbeit der Krankenhausclowns, die neben ihrer Tätigkeit im Krankenhaus auch einen wertvollen Beitrag für betagte Menschen im Altersheim anbieten. Wie wertvoll die Arbeit der Clowns ist, konnte das Organisationsteam aus Brochenzell bei der Scheckübergabe erfahren. Sie erfolgte beim Kaffeenachmittag, an dem wie immer viele Bewohner teilnahmen. Es sei eine schöne Erfahrung gewesen, heißt es im Pressetext, zu sehen in welch guter Atmosphäre die Bewohner den Nachmittag genießen konnten. Als dann bekannt wurde, warum die Gäste aus Brochenzell kamen und der Scheck für die Clowns und neue Spiele überreicht wurde, war die Freude groß. Eine Bewohnerin erzählte mit strahlenden Augen, wie wichtig die Clowns sind: „Sie bringen uns immer zum Lachen, sie sind witzig angezogen und machen Späße, das ist wunderbar.“ Auch dieses Kompliment zeigte, dass die Spende genau an der richtigen Stelle ankommt.

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