Brasilianisches Fest lockt viele Besucher zum TSV-Sportgelände

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Kerstin Schwier

Es ist und bleibt einfach ein ganz besonderes Fest: Auch die 14. Auflage des beliebten „Festa Brasileira“ hat am Wochenende wieder zahlreiche Besucher auf das Sportgelände des TSV Meckenbeuren gelockt. Schon am frühen Freitagabend strömten Hunderte Gäste, darunter viele Brasilianer, an die Tettnanger Straße, um gemeinsam zu feiern und in die bunte Welt des südamerikanischen Kontinents einzutauchen.

Samba, Capoeira (Kampftanz), brasilianische Livemusik und Spezialitäten zusammen mit einem zeitgleich stattfindenden Alte-Herren- Fußballturnier – so lautet die Erfolgsformel für das weit über die Grenzen der Region bekannte Fest. In diesem Jahr stand die von dem Verein PAZ (Pro Aktion Zukunft), TSV Meckenbeuren und TSV Vereinswirt Olli Leibfahrt organisierte Veranstaltung ganz im Zeichen des 100. Geburtstags von Mamãe Clory.

Die im Alter von 94 Jahren verstorbene „Mutter Theresa“ São Paulos hat in der brasilianischen Metropole ein Kinderheim gegründet, in dem Kinder aus den Favelas, den Slums, betreut werden. Ein Teil des Erlöses des Festa Brasileira fließt auch dieses Jahr wieder in das „Lar da Mamãe Clory“ (Zuhause von Mama Clory).

„Unser Ziel ist es, dass das Haus bis 2023 auf eigenen Beinen stehen kann. Getreu unserem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe.“, erklärte eine sichtlich zufriedene Anette Kramer, Vorsitzende des Vereins PAZ, am Ende einer langen brasilianischen Nacht. „Wir waren wieder einmal ein Anziehungspunkt. Dieses spezielle brasilianische Flair, diese Symbiose aus Rhythmus, Lebensfreude, Samba und Fußball ist einfach eine runde Sache“, resümierte Kramer und zeigte sich begeistert von der friedlichen, harmonischen Atmosphäre und der tollen Zusammenarbeit aller Mitwirkenden.

Mitverantwortlich für das besondere Flair war die Gruppe „Capoeira União“. Die Capoeiratänzer aus Friedrichshafen und Ravensburg beeindruckten mit ihrem spielerisch anmutendem Kampftanz, unterlegt mit rhythmischen Trommelschlägen und portugiesischem Gesang. „Beim Tanz ist höchste Konzentration gefordert, damit man seinen Partner nicht wirklich trifft. Gute Reflexe und Koordination sind hier gefragt“, erklärten „Lutadora“ und „Godzilla“, die sich diese Namen als Capoeira- Namen zugelegt haben.

„Früher war Capoeira verboten. Deswegen haben sich die Tänzer Geheimnamen ausgedacht, damit sie nicht verraten werden konnten“, erklärte Godzilla. Jüngstes Mitglied ihrer Truppe ist der sechsjährige „Pinguin“, der seine Sache schon richtig gut machte. Zu fortgeschrittener Stunde sorgte die Samba-Formation „SamBrasil“, unterstützt von Bateria- Trommlern, für Furore. Da hielt es auch manchen Besuchern nicht länger auf seinem Stuhl und er tanzte ausgelassen mit.

Beim Alte-Herren-Fußballturnier konnte der VfL Brochenzell erstmals das Turnier für sich entscheiden. In einem packenden Finale erzielte Markus Gentzsch den Siegtreffer gegen den SC Bürgermoos. Auf dem dritten Platz landete der TSV Tettnang.

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