Bitterwolf formiert „Brochenzeller Schellen-Sextett“

Lesedauer: 4 Min
Bernhard Bitterwolf (links) bestimmt Paul Brielmaier (Mitte) und Günter Marquardt als „Freiwillige“. Sie dürfen zu ihrer großen
Bernhard Bitterwolf (links) bestimmt Paul Brielmaier (Mitte) und Günter Marquardt als „Freiwillige“. Sie dürfen zu ihrer großen Freude Plakate halten. (Foto: : christine ehmann)

inen wunderbar heiteren Nachmittag haben die Senioren am Donnerstag beim „oberschwäbischen Oktoberfest“ im Gemeindehaus St. Jakobus erlebt. Bernhard Bitterwolf sorgte für gute Laune.

„Herzlich willkommen an diesem wunderschönen Herbsttag“, begrüßte Uschi Keller-Weishaupt im Namen des Seniorenteams Brochenzell die vielen Gäste. Nach Kaffee, Schokotorte und Pfirsich-Quark-Kuchen freuten sich die Senioren auf den oberschwäbischen Barden Bernhard Bitterwolf. „Grüß Gott ihr liebe Leut“, freute sich Bitterwolf über die Einladung nach Brochenzell, war er doch schon einmal vor rund sechs Jahren beim Seniorentreff. Als Vollblutmusiker mit historischen Instrumenten aus Oberschwaben im Gepäck, nimmt er sich der in Vergessenheit geratenen alten schwäbischen Lieder, Tänze und Traditionen an. Bitterwolf ist ein Humorist, der wortreich, mit Gedankenverrenkungen und jeder Menge inspirierender Umschweife auf den Punkt kommt. Mit seinem fast unerschöpflichen Repertoire und dem ihm eigenen Charme und Witz hat er die Senioren beim „Oktoberfest“ in Brochenzell begeistert.

„Die Oktoberfest-Tradition gibt es bei uns ja nicht so, bei uns heißt es „Sichelhenke“ oder auch „Erntedankfest“, erklärte Bitterwolf gleich zu Beginn und die Senioren stimmten ihm zu und schwelgten in Erinnerungen. „Und wie damals bei der „Sichelhenke“ wollen wir heut auch gemeinsam Geschichten erzählen und Lieder singen, denn beim Singen, Spielen, Scherzen und Erzählen steht das Miteinander im Mittelpunkt und es wird die Geselligkeit gepflegt“, sagte Bitterwolf und stimmte gleich den „Grüß-Gott-Kanon“ an. Die Senioren stimmten gerne mit ein und freuten sich über den herrlich heiteren Nachmittag. Zur musikalischen Verstärkung holte sich Bitterwolf dann spontan sechs Damen vom Seniorenteam, gab jeder Dame eine Glocke in die Hand und formierte kurzerhand das „Original Brochenzeller Schellen-Sextett“. Weiter ging es mit humorvollen Liedtexten, Moritaten und Bänkelliedern.

„Diese Seniorennachmittage und das Zusammenkommen von Menschen egal welcher Altersgruppen, ist heute notwendiger denn je“, lobte Bernhard Bitterwolf das Seniorenteam, das diese Nachmittage regelmäßig organisiert. „Die Individualisierung ist heute zunehmender als je zuvor, deshalb kann man solches Engagement wie hier nur loben“, ergänzte er und die Senioren stimmten freudig zu und spendeten großen Applaus. „Dahoim sterbet d‘Leit“, zitierte Bitterwolf und gratulierte allen, die zu dem Seniorenmittag nach Brochenzell gekommen waren. Mit vielen Anekdoten und humorvollen Geschichten ging der beschwingte Nachmittag weiter, bevor die Damen zum Abschluss Leberkäs und Kartoffelsalat servierten und der Nachmittag seinen geselligen Ausklang fand.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen