Bernhard Bitterwolf sorgt für beste Unterhaltung

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 Bernhard Bitterwolf ist der Gaststar des Abends beim Sommerfest der Frauenselbsthilfe Krebs.
Bernhard Bitterwolf ist der Gaststar des Abends beim Sommerfest der Frauenselbsthilfe Krebs. (Foto: Marinette Schöniger)
Schwäbische Zeitung

Die Frauenselbsthilfe Krebs Tettnang-Meckenbeuren hat ein schönes Sommerfest gefeiert. Nach reiflicher Überlegung war die Entscheidung getroffen worden, das Fest der trotz aller coronabedingt widrigen Umstände stattfinden zu lassen. Die Entscheidung erwies sich als richtig.

Ursprünglich war eine Begegnung mit krebsbetroffenen österreichischen Nachbarinnen aus Vorarlberg, frei nach dem Motto „Krebs kennt keine Grenzen“, geplant. Doch diese Pläne hat Covid 19 durchkreuzt. Bis 14 Tage vorher war nicht klar, ob gefeiert werden kann oder nicht. Für die verantwortlichen Leiterinnen, Marinette Schöniger, Petra Zirkl und Anne Bunk, hat sich die Situation dann doch so entwickelt, dass sie guten Gewissens das Fest ansetzen konnten. Kurzerhand wurde vereinbart, dass jede Teilnehmerin eine Begleitung mitbringen darf. Leiterinnen von den benachbarten Gruppen Isny und Ravensburg nahmen auch gerne die Einladung für diesen Abend an, um dadurch die Gemeinschaft und den Austausch zu pflegen. Referenten, und Personen die die Gruppe ehrenamtlich unterstützen, waren bei diesem Sommerfest auch gern gesehen, lebt die Frauenselbsthilfe Krebs doch auch davon, die Gruppenabende informativ und unterhaltsam zu gestalten. Zum Beispiel Anette Kramer, die die Laufgruppe ehrenamtlich unterstützt, Klaus Raich, der sich regelmäßig als Masseur einsetzt, oder Sylvia Sauter, die Kostproben ihres schauspielerisches Talent zum Besten gibt.

So wurden im Hopfengut No20 den derzeitigen Hygienbestimmungen gemäß die Plätze gut genützt, öffnete das Lokal doch extra für diesen Anlass seine Türen. Um 18.30 Uhr trudelten die ersten Gäste ein, und nach einer kurzen Begrüßung und einem leckeren Abendessen waren alle gestärkt für die „Attraktion“ des Abends. Bernhard Bitterwolf hatten sich die Teilnehmerinnen für diesen besonderen Abend gewünscht und Bernhard Bitterwolf haben Sie bekommen. So hatte Corona auch was Gutes, denn sonst wäre der Terminkalender des oberschwäbischen Barden sicher nicht frei gewesen. Nach dieser langen Zeit des Verzichts auf Gemeinschaft und Kultur, war es ein Hochgenuss, den unterhaltsamen Abend zu genießen.

Statt die dritte Strophe von „Lustig ist das Zigeunerleben“ lauthals zu singen, darf in Corona Zeiten nur mit geschlossenem Mund gesummt werden. Bernhard „Barny“ Bitterwolf hatte sein Programm perfekt auf die besondere Situation, Abstandsregeln und Singverbot, umgestellt und das Publikum tatkräftig mit einbezogen. Sein Zehn-Punkte- „ Xond“-Programm war einfach grandios. Gäste, die der oberschwäbischen Sprache nicht mächtig waren, wurden aufgeklärt oder mit einem Schmunzeln ihrem Schicksal überlassen. Mit einem Sonderapplaus wurde der Star des Abends verabschiedet. An diesem Abend stand die Gemeinschaft und nicht die Krankheit im Mittelpunkt. Mit der Überzeugung, dass Humor die beste Medizin und das völlig ohne Nebenwirkungen ist, gingen die Besucher frohgestimmt nach Hause.

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