Bücherei als Begegnungsort: „Menschen treffen sich bei uns“

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Ein Weltforscher will auf Einladung der Bücherei hoch hinaus – Professor von Brock alias Torsten Blunk.
Ein Weltforscher will auf Einladung der Bücherei hoch hinaus – Professor von Brock alias Torsten Blunk. (Foto: ce)

An 186 Öffnungstagen mit 1066 Öffnungsstunden haben im Vorjahr 22 897 Menschen die Bücherei besucht.

Viel Lob hat der Jahresbericht der Gemeindebücherei im Verwaltungsausschuss erhalten. Was zum einen die Zahlen fürs Jahr 2017 hergeben, aber auch das vielschichtige Konzept. „Beispielhaft“ nannte es Bürgermeisterin Elisabeth Kugel, mit welcher Kreativität die Bücherei auftrete – als „Treffpunkt für Meckenbeuren“, der ebensogut eine „Marke“ für die Gemeinde sein könne.

Die Kernzahlen stellte Büchereileiterin Judith Tinnacher vor, die ihren Mitarbeiterinnen für die „überaus engagierte Arbeit“ dankte. In deren Besetzung hat es 2018 einen Wechsel gegeben: Für „Ruheständlerin“ Sieglinde Brungs ist Katja Opferkuch gekommen.

Der Bestand mit 21 700 Medien wurde im Vorjahr 65 500 Mal entliehen – ein Umschlag von 2,8 (2016: 2,7). Eingeflossen sind hier 60 600 Entleihungen in der Bücherei im Rathaus, ergänzt um 4983 Onleihen, getätigt von 206 Meckenbeurer Lesern.

Stark gestiegen ist die Ausleihe von Romanen (plus sechs Prozent) sowie im Kinder- und Jugendbereich (zehn Prozent). Rückgänge sind bei DVDs und Kassetten zu bemerken.

Die Gesamtzahl der aktiven Büchereinutzer – mit mindestens einem Besuch – ist von 1234 (2016) auf 1267 gestiegen. Und dies, obwohl die Zahl der Neuanmeldungen mit 247 leicht rückläufig war (2016: 282) – was im Jahresbericht mit der gesunkenen Zahl an Klassenführungen erklärt wird. Denn: Lediglich 144 Neuanmeldungen entfielen auf Kinder bis zwölf Jahre – eine Zahl, die 2016 noch bei 202 gelegen hatte.

Veraltete Medien aussondern

285 Leser gehörten 2017 der „Generation 50plus“ an. Auch sie verstanden die Einrichtung als Begegnungsort für Jung und Alt. „Die Bücherei lebt vom persönlichen Kontakt“, fasste es Judith Tinnacher zusammen – „die Menschen treffen sich bei uns.“

Groß geschrieben wird auch die Veranstaltungsarbeit. Im Jahr 2017 waren es 66 Termine, die 1200 Kinder und Erwachsene besuchten. Neun Veranstaltungen fanden im Zuge der Frederick-Wochen statt.

„Froh“ zeigte sich die Büchereileiterin über die gute Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen. Insgesamt 415 Buben und Mädchen aus den Grundschulen plus Vorschulkinder wurden durch die Kooperation mit den Möglichkeiten der Bücherei-nutzung vertraut gemacht.

Im Ausblick schien auf, dass die Benutzerfreundlichkeit des OPACs, des Online-Katalogs, im Jahr 2019 verbessert werden soll. Die Erstellung eines Gesamtkonzepts für die Bücherei gehört ebenso zu den Vorhaben 2018 wie das verstärkte Aussondern veralteter Medien – was mit der besseren Nutzung neu angeschaffter einher gehen soll.

Bei den neuen Angeboten fand das „Bücherwürmchen“ Erwähnung: Das Vorlesen für Kinder bis zwei Jahre (samt Singen und Fingerspielen) wird jeden ersten Freitag im Monat von 9.30 bis 10.15 Uhr geboten.

Was die Öffnungszeit angeht (derzeit 23 Stunden in der Woche), berichtete Tinnacher: „Der Samstag ist gar nicht so gefragt.“ Eher werde schon der Mittwochvormittag nachgefragt – beispielsweise in Verbindung mit dem Wochenmarkt. Hier laufen Überlegungen, wie sich dies im vorhandenen Stundenrahmen unterbringen lässt.

An 186 Öffnungstagen mit 1066 Öffnungsstunden haben im Vorjahr 22 897 Menschen die Bücherei besucht.

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