Ausschuss sieht im Jasminweg die „Grundzüge der Planung“ berührt

Lesedauer: 3 Min

Nebenanlagen außerhalb des Baufensters – diesen Antrag aus dem neuen Wohngebiet im Jasminweg hat der Ausschuss einstimmig abgel
Nebenanlagen außerhalb des Baufensters – diesen Antrag aus dem neuen Wohngebiet im Jasminweg hat der Ausschuss einstimmig abgelehnt. (Foto: rwe)

Durchaus hinterfragt worden sind zwei Bauanträge jüngst im Technischen Ausschuss (TA). Jenen aus dem Jasminweg lehnten die Räte ab, dem Nachtragsgesuch aus der Pfingstweider Straße stimmten sie bei kritischen Worten und zwei Enthaltungen zu.

Am Ortsrand von Reute gelegen, in der Pfingstweider Straße, hatte das Gesuch die Änderung der Zahl der Wohneinheiten von drei auf sechs zum Ziel. Wie Ortsbaumeister Axel Beutner erläuterte, werde in dem bereits bestehenden Baukörper intern durch Wände und Türen die Aufteilung so modifiziert, dass aus drei Einheiten deren sechs werden.

Für ein ehemaliges Wohnhaus, das gewichen war, hatte die Genehmigung mit Teilprivilegierung auf zunächst drei Wohneinheiten plus zwei Ferienwohnungen gelautet. Neu hin zukamen nun zwei Wohnungen für Saisonarbeiter sowie eine Wohneinheit für eine Angehörige, die im Betrieb beschäftigt ist.

Nichts zu bemängeln gab es bei den Stellplätzen – hier seien vier dazugekommen, wie Patrick Gohl (Leiter Bauordnungsrecht) auf eine diesbezügliche Frage antwortete. Gohl zufolge liegt die Stellungnahme des Landwirtschaftsamtes noch nicht vor: Dass dieses die Privilegierung des Vorhabens bestätigt, daran ist das Einvernehmen der Gemeinde geknüpft. „Das ist nicht der feine Umgang“ – Karl Gälle (CDU) hielt mit seinem Unmut nicht hinterm Berg. „Wir genehmigen etwas, und das wird dann anders gebaut“, konkretisierte er seine Kritik.

Nicht genehmigt hat der TA einen Antrag auf „Abweichung/Ausnahme/Befreiung“ aus dem neuen Wohngebiet im Jasminweg – hier sollte ein Fahrrad- und Geräteschuppen gebaut werden. Da dafür eine Befreiung vom Bebauungsplan nötig ist, war der Ausschuss gefragt. Er folgte uneingeschränkt der Sicht der Verwaltung, die Gohl zusammenfasste. Das Vorhaben sei „städtebaulich nicht vertretbar“, da es gegen die Grundzüge der Planung verstoße.

Auch gebe es eine Nachbareinwendung, die allerdings von der Baurechtsbehörde im Landratsamt zu beurteilen sei.

Konkret ging es um eine Nebenanlage außerhalb bebaubarer Fläche, also außerhalb des Baufensters. Mit den Maßen fünf auf drei Meter sollte der Schuppen nordwestlich der Giebelkante des Hauses erstellt werden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen