Ausgleichsmaßnahmen: Bauen hier, ausgleichen dort – der Blick über die Gemeindegrenze

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 Aus naturschutzrechtlicher Sicht bedeutet die Anlage von zeitweise trockenfallenden Tümpeln eine Aufwertung eines Gebiets.
Aus naturschutzrechtlicher Sicht bedeutet die Anlage von zeitweise trockenfallenden Tümpeln eine Aufwertung eines Gebiets. (Foto: rwe)

Die Kompensationsverzeichnisse sind gelistet unter

https://www.bodenseekreis.de/umwelt-landnutzung/natur-landschaftsschutz/oekokontobewertungssystem/

Im Sommer haben die Häfler Ratsgremien entschieden, die Waldfläche zur Verfügung stellen zu können, aber nur, wenn adäquater Ausgleich dafür gefunden wird. Das Regierungspräsidium musste gefragt werden, denn ein Flächenverkauf findet nicht auf Vorrat statt, sondern nur konkret bei Zweckbindung– was hier für die Liebherr Aerospace GmbH und die ATT GmbH gilt. Damit steht auch fest, dass nur diese Fläche und nicht weitere im Seewald zur Verfügung gestellt werden.

Die Bahn hat dem Verkauf zugestimmt, von den RP Tübingen und Freiburg ist die Waldumwandlung gebilligt. Was den naturschutzrechtlichen Ausgleich angeht: Noch ist nicht festgezurrt, wie viele Quadratmeter Fläche dafür zu schaffen sind. Klar ist: Die Kosten für Grunderwerb und Ausgleich hat Liebherr Aerospace zu tragen.

Zum Zeitplan: Grundsätzlich muss spätestens vor dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan feststehen, wo, wie und in welchem Umfang der Ausgleich erfolgen soll, der in der Regel im Umweltbericht dargestellt wird. Denn: Mit dem Inkrafttreten des Bebauungsplans wird der Eingriff zugelassen. (sz/rwe)

Für die naturschutzrechtlich vorgeschriebene Kompensation lassen sich auch private Flächen auf fremder Gemarkung nutzen. Was nicht geheim bleibt: Denn eine Homepage listet auf.

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Die Kompensationsverzeichnisse sind gelistet unter

https://www.bodenseekreis.de/umwelt-landnutzung/natur-landschaftsschutz/oekokontobewertungssystem/

Im Sommer haben die Häfler Ratsgremien entschieden, die Waldfläche zur Verfügung stellen zu können, aber nur, wenn adäquater Ausgleich dafür gefunden wird. Das Regierungspräsidium musste gefragt werden, denn ein Flächenverkauf findet nicht auf Vorrat statt, sondern nur konkret bei Zweckbindung– was hier für die Liebherr Aerospace GmbH und die ATT GmbH gilt. Damit steht auch fest, dass nur diese Fläche und nicht weitere im Seewald zur Verfügung gestellt werden.

Die Bahn hat dem Verkauf zugestimmt, von den RP Tübingen und Freiburg ist die Waldumwandlung gebilligt. Was den naturschutzrechtlichen Ausgleich angeht: Noch ist nicht festgezurrt, wie viele Quadratmeter Fläche dafür zu schaffen sind. Klar ist: Die Kosten für Grunderwerb und Ausgleich hat Liebherr Aerospace zu tragen.

Zum Zeitplan: Grundsätzlich muss spätestens vor dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan feststehen, wo, wie und in welchem Umfang der Ausgleich erfolgen soll, der in der Regel im Umweltbericht dargestellt wird. Denn: Mit dem Inkrafttreten des Bebauungsplans wird der Eingriff zugelassen. (sz/rwe)

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