Akkordeon-Orchester begeistert Fans beim Frühjahrskonzert

Lesedauer: 4 Min
 Die Musiker vom Akkordeon Orchester sorgen für einen voll besetzten Kulturschuppen.
Die Musiker vom Akkordeon Orchester sorgen für einen voll besetzten Kulturschuppen. (Foto: Karin Schütrumpf)
Karin Schütrumpf

Eine Uraufführung habendie Zuschauer im Kulturschuppen in Meckenbeuren beim Frühjahrskonzert des Akkordeonorchesters Meckenbeuren erlebt. „The Olympic Spirit“, ein Stück, das John Williams ursprünglich für die olympischen Spiele in Seoul komponiert hatte, präsentierte das Hauptorchester erstmals in einem Arrangement von Gerd Huber für das Akkordeon. Im voll besetzten Kulturschuppen applaudierten die Fans begeistert – darunter auch Ehrengast und Bürgermeisterin Elisabeth Kugel.

Von Seoul entführte das Hauptorchester unter der Leitung von Sabine Hörmann die Zuschauer mit der „Kilkenny Rapsody“ anschließend in die Heimat der Kelten. Im blitzschnellen Wechsel ließ Kurt Bräuer auf seinem Elektonium, einem speziellen Akkordeon, dabei Dudelsackmusik anklingen und Flöten trillern. Melancholische Passagen wechselten mit schnellen Melodien aus bekannten Polkas und Reels. So recht zum Frühling passte auch das Stück „What a wonderful world“. „Träumen Sie von grünen Bäumen und roten Rosen“, animierte Moderatorin Simone Miehle, die das Publikum einfühlsam durch die musikalische Weltreise dieses Abends begleitete.

„Auf in den Kampf Torero“: Das Ensemble unter der Leitung von Priska Vogler erfreute das Publikum mit „Les Toreadores“ dem bekannten Stück aus der Carmen-Suite von Georges Bizet. Weiter ging es nach Südamerika. Mit „Libertin“ präsentierten die 8 Musiker des Ensembles einen Tango aus dem Repertoire des polnischen „Motion Trio“ der experimentell und frech neue Facetten des Akkordeons zeigte.

Als kleine Zugabe gab es dann noch etwas für Star Wars Fans, das Stück „Cantina Band“ aus Episode vier der Filmreihe.

Argentinischer Tango erklingt

Franziska Stehle auf dem Saxofon und Harald Stehle auf dem Akkordeon holten die Zuschauer nach der Pause mit ihrer Musik zurück in den Saal, wo inzwischen das Cello Ensemble „Meck-Celli“ der Musikschule Platz genommen hatte. Die Cellisten unter der Leitung von Natalya Welsch erfreuten anschließend mit einem argentinischen Tango, der von einer verlorenen Pferdewette erzählt, mit dem bekannten Stück „Cello“ von Udo Lindenberg und mit dem flotten „Palladio“ von Karl Jenkins, das musikalisch nach Venedig entführte.

Nochmal ein Tango kündigte Moderatorin Miehle das Hauptorchester bei seinem zweiten Auftritt an. Beim „Tango fatale“ begleitete Tim Vögele die Akkordeon Spieler auf der Cachon. „Auf Schwäbisch Holzkiste“, erklärte Miehle dieses Rhythmus-Instrument. Beim bekannten Hit über Rositas Kleid aus den 60ern („A Banda“) klatschten die ersten Zuschauer mit. Eigentlich hätte die musikalische Reise mit Reinhard Meys Hit „Über den Wolken“ enden sollen. Für den anhaltenden Applaus bedankten sich die Musiker noch mit der Zugabe „Saluto Lugano“. Dirigentin Sabine Hörmann verabschiedete die Zuschauer schließlich mit „Letkiss- Time“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen