Überraschungsführer empfängt logischen Favoriten

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 Wie im Vorjahr werden sich auch am Samstag Kehlens Abwehrchef Giovanni Paris (rechts) und Bergs David Brielmayer gegenüberstehe
Wie im Vorjahr werden sich auch am Samstag Kehlens Abwehrchef Giovanni Paris (rechts) und Bergs David Brielmayer gegenüberstehen. (Foto: Archiv: Niklas Kesenheimer)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Zum Spitzenspiel des fünften Spieltags in der Fußball-Landesliga erwartet der SV Kehlen am Samstag (15.30 Uhr) auf heimischem Platz den TSV Berg. Die Gäste, nach Ansicht der allermeisten Landesligatrainer und -Experten der absolute Titelfavorit, stehen aktuell mit sieben Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Der SVK hingegen geht mit bislang zehn Zählern aus vier Spielen und damit punkt- und torgleich mit dem FC Ostrach als Überraschungs-Tabellenführer in die Partie.

Mit 1:2 unterlag der TSV Berg zu Saisonbeginn zwar beim VfB Friedrichshafen. Jedoch kam die Mannschaft, wie es die Kehlener mitteilen, mittlerweile deutlich auf „Betriebstemperatur“. Tatsächlich: Am vergangenen Samstag ließ Berg dem TSV Strassberg beim 5:2 keine Siegchance.

Damit unterstrich die Mannschaft von Ofentausek ihre Ambitionen. Zumal der Kader zu Saisonbeginn noch einmal gezielt ergänzt wurde. So konnten mit dem 20-jährigen Marvin Methner vom SSV Reutlingen und Benjamin Kaufmann von Austria Lustenau zwei junge, fußballerisch bestens ausgebildete Talente für die Offensive hinzugewonnen werden.

Bestens gelaufen sind die ersten Spieltage für den SV Kehlen. Nach dem anfänglichen recht glücklichen Unentschieden gegen Mengen wurden gegen den FC Leutkirch, SV Oberzell und FV Altheim verdiente Siege eingefahren. Hingegen blicken die SVK-Verantwortlichen auf eine negative Bilanz zurück – stammt doch der letzte und bislang einzige Kehlener Landesligasieg aus dem Jahr 2011.

Danach gab es noch ein Unentschieden, anschließend hagelte es fünf Niederlagen in Folge. In der Vorsaison hatte der SVK bei den beiden Niederlagen (0:2 und 0:5) überhaupt keine Chance. „Wir wollen es in diesem Spiel besser machen als im Vorjahr“, lautet denn auch das Vorhaben von Michael Steinmaßl. Erschwert wird dieses dadurch, dass Kehlens Trainer die Mannschaft gleich auf mehreren Positionen umbauen muss.

Denn Maxi Rieber weilt derzeit im Urlaub, Benedikt Böning steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Und Johannes Beier erlitt im letzten Spiel eine Verletzung. Daher schlägt nun die Stunde derjenigen Spieler, die zuletzt eingewechselt wurden: Gleich mehrere Aufstellungen sind in der Startelf somit denkbar.

Die Favoritenrolle in diesem Spiel liegt somit klar beim TSV Berg. Nachdem man als Saisonziel die Rückkehr in die Verbandsliga ausgegeben hat, dürfen sich Oliver Ofentausek und seine Mannen nach dem verpatzten Saisonstart beim VfB nun keinen weiteren Ausrutscher leisten und müssen gewinnen, um zur Spitzengruppe aufzuschließen. „Mit einem Sieg in Kehlen kann man den schlechten Saisonstart wieder wettmachen“, weiß Ofentausek. Der SVK will derweil versuchen, die hervorragende Ausgangsposition vor dem fünften Spieltag möglichst mit einem Punktgewinn abzusichern.

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