Ökumene ist bis heute Stephan Beckers Herzensangelegenheit

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Hofft auf eine gute Wahlbeteiligung bei der Kirchenwahl, denn wählen zu dürfen, sei ein hohes Gut - ruft das bisherige Kirchenge
Hofft auf eine gute Wahlbeteiligung bei der Kirchenwahl, denn wählen zu dürfen, sei ein hohes Gut - ruft das bisherige Kirchengemeinderatsmitglied Stephan Becker zum Urnengang auf. (Foto: Karl Gälle)
Karl Gälle

„Meine Kirche – eine gute Wahl“, lautet der Werbe- slogan zur Kirchenwahl 2019 am kommenden ersten Adventsonntag. Rund zwei Millionen Wahlberechtigte der Evangelischen Landeskirche Württemberg wählen mehr als 10 000 Kirchengemeinderätinnen und Räte sowie 90 Landessynodalen. In Meckenbeuren ist das Wahllokal im Stephanus-Gemeindehaus am 1. Dezember von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Wie Pfarrer Peter Steinle und viele Gemeindemitglieder hofft auch Stephan Becker auf eine gute Wahlbeteiligung. Der aus der Oberlausitz stammende Fünfzigjährige war über zwölf Jahre Mitglied des Kirchengemeinderates der Meckenbeurer Paulusgemeinde. Mit seinen vielfältigen Erfahrungen aus dieser Zeit möchte er die Gemeindemitglieder zum Wählengehen animieren. Stephan Becker lebt seit 27 Jahren am Bodensee und ist beruflich in Hegenberg als Heilpädagoge tätig. Schon bald nach seinem Zuzug nach Meckenbeuren hatte er durch das Gemeindeforum den Kontakt zur Kirchengemeinde bekommen und sich mit dem Vorschlag, „ein Angebot für Familien mit kleinen Kindern“ zu schaffen, engagiert eingebracht. Die „kleine Kirche“ wurde aus der Taufe gehoben, in der noch heute junge Familien mit ihren Kindern Gottesdienste feiern.

Stimmungen aus der Gemeinde aufzunehmen

Der „Zuzogene“ wurde in der Gemeinde präsent und bei der Kirchenwahl zur Kandidatur aufgefordert – und dies mit Erfolg. Eine Entscheidung, die Stephan Becker nie bereut hat, wenngleich er bei der anstehenden Wahl seinen Platz für ein neues Gesicht im Ratsgremium frei macht. „Es gibt einfach viele Möglichkeiten, als Kirchengemeinderat das Gemeindeleben mitzugestalten“, blickt er auf seine bisherige Tätigkeit zurück. Dies seien Themen, die sowohl von den Gemeindemitgliedern eingebracht würden als auch eigene Themen.

Dabei gelte es, die Stimmungen aus der Gemeinde aufzunehmen, sachlich abzuwägen und zusammen mit den Ratskollegen eine bewusste und verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen. Besonders engagiert hat sich der bisherige Kirchengemeinderat in Bausachen und in der Ökumene. „Die Ökumene ist mir bis heute eine Herzensangelegenheit und wird es auch bleiben“, versichert der mit einer Katholikin Verheiratete sein weiteres Engagement im gemeinsamen Ausschuss und im Vorstand des ökumenischen Fördervereins.

Über all die Jahre machte er sich stark für eine offene und vielfältige Gemeinde, aktuell als Unterstützer der Initiative Regenbogen, der beizutreten der Kirchengemeinderat beschlossen hat. Ein schönes Geschenk zum Abschied aus dem Ratsgremium wäre für Stephan Becker, wenn möglichst viele Gemeindemitglieder am kommenden Sonntag zur Wahl gehen würden. „Es ist wichtig, dass die Kandidaten breite Unterstützung finden und so ein starkes Mandat für ihre Arbeit bekommen.“ So hoffe er, dass ähnlich wie bei den jüngsten Europa- und Landtagswahlen die Wahlbeteiligung auch bei der Kirchenwahl am Sonntag steige. Sei doch das demokratische Grundrecht, wählen und mitbestimmen zu dürfen, ein hohes Gut.

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