Ärger um Schmierereien in Unterführung am Bahnhof

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Ihrem Ärger hat Anita Scheibitz jüngst im Technischen Ausschuss Luft gemacht. Die CDU-Rätin beklagte, dass die Unterführung am Meckenbeurer Bahnhof wieder verschmiert sei. Nachdem die Reinigungsaktion für eine ansehnliche Querung unter den Gleisen gesorgt hatte, sei nur eine Woche später „wieder alles vollgeschmiert“ gewesen.

„Ein lediges Thema“ machte auch Bürgermeisterin Elisabeth Kugel darin aus und hielt einen Vorschlag parat: „Gestaltete Bahnunterführungen“ würden am wenigsten verunstaltet, so ihre Erfahrung.


Schmierereien verunstalten die Bahnhofs-Unterführung, die gröbste hat die SZ gepixelt.
Schmierereien verunstalten die Bahnhofs-Unterführung, die gröbste hat die SZ gepixelt. (Foto: rwe)

Eine Idee, der auch die Deutsche Bahn nicht (mehr) abgeneigt scheint: „Eine ansprechende Gestaltung von Wänden liegt auch im Interesse unserer Kunden. Deswegen stehen wir neuen Gestaltungsvorschlägen (ausgenommen illegale Schmierereien) durchaus positiv gegenüber, so sie einen Beitrag für einen angenehmeren Aufenthalt am Bahnhof leisten können“, teilt ein Bahnsprecher auf Anfrage der SZ mit. Steckt für die Bahn doch ein enormer Kostenaufwand hinter der momentanen Situation: „Die Deutsche Bahn hat 2017 für die Beseitigung von Graffitischäden bundesweit 10,1 Millionen Euro aufgewendet, im Jahr 2016 waren es 8,6 Millionen. In Baden-Württemberg gab es 2016 rund 1800 Fälle, 2017 waren es 2100. Jede Form von illegaler Schmiererei bleibt eine Straftat und wird von uns straf- und zivilrechtlich verfolgt“, heißt es dazu aus dem Regionalbüro Kommunikation.

Nicht in diesen Größenordnungen, aber doch auch betroffen ist die Gemeinde. Zwar wird die Reinigung der Unterführung am Bahnhof durch die DB Service respektive deren Subunternehmer durchgeführt. „Die Kosten trägt die Gemeinde aktuell hälftig mit“, antwortet Kämmerer Simon Vallaster auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung. Auf 603,04 Euro beläuft sich dieser Betrag derzeit im Monat.

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