Hohmann trifft aus allen Lagen

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Der Sonntag war seiner: Markdorfs Sascha Homann (weißes Dress) erzielte beim 6:1-Sieg gegen den SV Worblingen (dahinter Maximil
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Der Sonntag war seiner: Markdorfs Sascha Homann (weißes Dress) erzielte beim 6:1-Sieg gegen den SV Worblingen (dahinter Maximil (Foto: Oliver Kothmann)

Sascha Hohmann war zweifellos der „Spieler des Spiels“ am Sonntag beim 6:1-Heimsieg des Bezirksliga-Tabellenzweiten SC Markdorf gegen den abstiegsbedrohten SV Worblingen.

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Sascha Hohmann war zweifellos der „Spieler des Spiels“ am Sonntag beim 6:1-Heimsieg des Bezirksliga-Tabellenzweiten SC Markdorf gegen den abstiegsbedrohten SV Worblingen. Mit fünf Treffern schoss der Markdorfer Sturmneuzugang von A-Kreisligist FC Friedrichshafen die Hegauer praktisch im Alleingang ab, schraubte damit sein Torkonto auf 15 Treffer, was wiederum Platz zwei in der Bezirksliga-Torschützenliste hinter dem Mühlhausener Felix Wäschle bedeutet, der sein Trefferkonto bei der 5:0-Abreibung für den SV Bermatingen am Samstag um zwei Tore auf 17 erhöhte.„Ein guter Junge, der immer gewinnen will, ehrgeizig, körperlich stark“, bescheinigt Markdorfs Trainer Bernd Filzinger seinem Angreifer gute Noten. Hohmann sei „nicht immer mit sich zufrieden“, zeige dann im Training aber die richtige Reaktion: „Dann gibt er nämlich noch mehr Gas“, schmunzelt Filzinger.So zuträglich die hohe Treffsicherheit Hohmanns dem Erfolg des SC Markdorf bislang ist, so wenig ist der Sportclub in dieser Saison eine Ein-Mann-Show. Der Teamgeist stimmt, was etwa folgendes Beispiel zeigt: Als klar war, dass Jamil Marchoud, den Filzinger zum Außenverteidiger umfunktioniert hat („Ich brauche da technisch gute und schnelle Fußballer, die das Spiel über Außen aufziehen können!“) gegen Worblingen ausfallen würde, meldete sich Hohmanns Sturmkollege Fabian Mauch freiwillig für die Defensivrolle. „Und die hat er dann super gespielt“, sagt Filzinger, der gegenüber der Vorsaison die ein oder andere Umstellung vorgenommen und damit offensichtlich Potenziale freigesetzt hat. So verteidigt etwa der frühere offensive Mittelfeldspieler Michael Parton aus denselben Gründen wie Marchoud auf der linken Abwehrseite. Marcel Rößler beorderte Filzinger neben Neuzugang Patrick Sandhas aus dem linken Mittelfeld auf die Doppelsechs im defensiven Mittelfeld. Auch diese Maßnahme greift.Dafür, dass der SCM aktuell defensiv sehr stabil steht, sorgen aber auch starke Innenverteidiger wie Nico Weimer, Lennart Pohl oder Felix Vögele. Und wenn trotzdem mal was durchkommt, ist der erfahrene Michael Müller im Tor ein sicherer Rückhalt. Müller ersetzte den jungen Sven Benno nach dessen schwerer Verletzung (Milzanriss) im Tor quasi eins zu eins. „Auch da sind wir spitze besetzt“, so Filzinger, der den SC Markdorf in dieser Saison natürlich zum Aufstieg in die Landesliga führen will, die Ziele aber lieber schrittweise setzt: „Wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Wenn uns das gelingt, stehen wir am Ende automatisch oben.“Am Samstag geht es zur U23 des FC Singen, die auf dem viertletzten Rang steht und mit 40 Gegentreffern die Schießbude der Liga ist. Auch Sascha Hohmann wird dies sicher nicht entgangen sein.„Ein großes Kompliment an meine Mannschaft, der es gelungen ist, den Überraschungstabellenführer zu stürzen. Jetzt geht es bei uns wieder aufwärts, dieser Sieg beflügelt uns.“ Walter Schneck, Trainer des Landesligaschlusslichts FC 09 Überlingen, durfte nach dem 3:1-Sieg bei Tabellenführer FC Löffingen am vergangenen Sonntag großzügig Lob über seine Spieler ausschütten. Seit dem sechsten Spieltag steht der erfahrene Coach (60) mit seiner jungen Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz. Jetzt, nach dem Sieg in Löffingen mit zehn Punkten auf dem Konto, ist zumindest wieder der Kontakt zu den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt hergestellt. Löffingens Trainer Tobias Urban betrachtete die Niederlage derweil gewissermaßen als Luxusproblem: „Sind wir doch mal ehrlich: Wer hätte denn vor Rundenstart vorausgesagt, dass wir mehrere Spieltage lang die Tabellenführung inne haben würden?“Ein wieder mal bestens aufgelegter Torhüter Ronny Palmy-Hockl hielt die Nullneuner in Löffingen in der Anfangsphase im Spiel. „Da hatten wir auch ganz schön Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Danach haben wir die Partie aber bestimmt und auch die Löffinger haben uns zum Schluss bescheinigt, dass unser Sieg verdient war“, sagte Vorstand Günter Hornstein, der mit in den Schwarzwald gereist war. „Ronny hält zurzeit überragend“, sagt Walter Schneck.So ganz aus dem Nichts kam der Überlinger Erfolg in Löffingen indes nicht. Denn bereits am Spieltag zuvor gelang der Schneck-Elf gegen den jetzigen Tabellenführer SC Konstanz/Wollmatingen zu Hause in Altbirnau ein 1:1-Unentschieden. „Meine Mannschaft besteht zum Großteil aus Spielern, die in der vergangenen Saison noch in der A-Jugend oder in unterklassigen Clubs gespielt haben. Die brauchen Zeit. Und jetzt ist nach einigen Monaten eben eine positive Entwicklung erkennbar“, hofft der Trainer auf Nachhaltigkeit in Leistungen und Ergebnissen.Trotz der notorischen Personalnot - Stand Wochenbeginn hat Walter Schneck für die nächste Partie am Samstag zu Hause gegen den FC 08 Villingen II gerade mal zwölf einsatzfähige Spieler zur Verfügung - scheint der FCÜ im Jahr eins nach Sturmlebensversicherung Marc Kuczkowski, der im Sommer zum Verbandsligisten 1. FC Rielasingen/Arlen ging, also vielleicht doch noch die Kurve zu kriegen. „Viel hängt jetzt davon ab, wie die letzten drei Spiele vor der Winterpause noch laufen“, sagt Günter Hornstein. Nach dem Heimspiel gegen Villingen geht es zu Hause gegen den TuS Bonndorf und zum Abschluss am 28. November zum FC Hilzingen. Sowohl Bonndorf als auch Hilzingen stehen mit 14 Zählern nur unwesentlich besser da als Abonnement-Schlusslicht Überlingen. „Wenn wir da aber erfolgreich sind, dann ist nochmal was drin für uns in Sachen Klassenerhalt, auch wenn es in dieser Saison aufgrund der Konstellation in der Verbandsliga, die drei oder gar vier Absteiger aus der Landesliga zur Folge haben könnte, wohl besonders schwer wird“, bleibt Hornstein vorsichtig optimistisch.

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