Wohnung in Mehrfamilienhaus brennt aus

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 Eine Gasflasche war auf dem Balkon einer Wohnung in der Kleinen Steige explodiert und hatte einen Vollbrand ausgelöst, der von
Eine Gasflasche war auf dem Balkon einer Wohnung in der Kleinen Steige explodiert und hatte einen Vollbrand ausgelöst, der von der Freiwilligen Feuerwehr Markdorf rasch gelöscht wurde. (Foto: Brigitte Walters)
Brigitte Walters

Die Freiwillige Feuerwehr Markdorf ist am Donnerstagnachmittag zu einem Wohnungsbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Kernstadt, Ecke Schlossweg / Kleine Steige, ausgerückt. Auf dem Balkon der östlichen Dachgeschoss-Wohnung war ein Feuer ausgebrochen, das schnell auf das Dachgebälk übergriff. Der Bewohner der Wohnung und die anderen Hausbewohner konnten das Gebäude unverletzt rechtzeitig verlassen. Die betroffene Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar.

Wie die Polizei mitteilt, entstand ein Schaden ihn Höhe von über 100 000 Euro. Das Feuer brach auf dem Balkon der Dachgeschoss-Wohnung aus. Den bisherigen Ermittlungen zufolge war auf dem Balkon eine Gasflasche explodiert, die dort deponiert worden war. Die Ursache dafür ist bislang unbekannt. Während die betreffende Wohnung vorerst nicht mehr bewohnbar ist, konnten die übrigen Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Balkon im Dachgeschoss musste aus statischen Gründen von der Feuerwehr abgetrennt werden.

Feuerwehr-Kommandant Daniel Kneule wurde um 14.35 Uhr alarmiert. Er hatte einen kurzen Anmarschweg, da er gerade im Rathaus war. Aufgrund des Vollbrandes auf dem Balkon alarmierte er auch die Wehren aus Riedheim und Ittendorf, neben der Markdorfer Drehleiter forderte er eine weitere Drehleiter aus Friedrichshafen an. Durch das schnelle Eingreifen der Wehrleute konnte ein Übergreifen des Brandes auf die anderen Wohnungen und die Nachbarhäuser verhindert werden. Da überwiegend mit Schaum gelöscht wurde, konnte der Schaden am Gebäude begrenzt werden. Allerdings gab es immer wieder Brandnester im Dachgebälk, die abgelöscht wurden, deshalb mussten Wehrleute das Dach öffnen und die Ziegel entfernen. Auch die westliche Dachseite wurde auf eventuelle Brandnester überprüft.

Der betroffene Bewohner stand unter Schock. Hauptamtsleiter Klaus Schiele nahm mit ihm Kontakt auf. Hilfe der Stadt sei im Augenblick nicht notwendig, da er eine Wohnmöglichkeit gefunden habe, sagte Schiele. Ebenfalls am Einsatzort war eine gemeinsame Schnelleinsatzgruppe des DRK Markdorf und Immenstaad, die keine Verletzten versorgen mussten, sondern nur die Atemschutzgeräte-Träger der Wehr kontrollierten. Da ein Löschfahrzeug zur Wasserversorgung und zur Riegelstellung an der B 33 stand, kam es dort zu Behinderungen. Die Feuerwehr war mit 60 Mann und 13 Fahrzeugen im Einsatz. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Fischer war an den Einsatzort gekommen.

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