Winzerverein Hagnau pachtet Markdorfer Weinberg

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Rebmeister Hubert Gutemann beim Ausgeizen und Entblättern der Reben.
Rebmeister Hubert Gutemann beim Ausgeizen und Entblättern der Reben. (Foto: Barbara Baur)

Der Markdorfer Wein wächst auf 5,7 Hektar. Die Reben geben jährlich einen Ertrag von etwa 65 000 Kilogramm ab, woraus 40 000 bis 45 000 Liter Wein gewonnen werden. Der Weinberg an der Wanger Halde in Markdorfs Westen hat eine gute Lage. „Die Hänge sind steil, sodass die Sonne länger auf die Reben scheint“, sagt Rebmeister Hubert Gutemann. Ein Vorteil sei auch, dass der Weinberg ein Stück höher liegt, als Reben, die direkt am Ufer des Bodensees wachsen. „Wenn es im Herbst neblig ist, bekommen die Reben in Markdorf noch mehr Sonne ab“, sagt er. Das führe dazu, dass die Trauben für den Spätburgunder länger hängen bleiben und eine Spur reifer werden können. Im Rotweinbereich könne so eine gute Qualität erzielt werden.

Die diesjährige Ernte wird noch unter der Regie des Spitalfonds eingefahren. Die Reben hängen voll, daher seien die Ertragsaussichten bisher sehr gut, sagt der Rebmeister. „Wir werden aber erst Ende August sehen, wieviele Trauben noch dran sind.“ Im Herbst entscheide sich, welche Qualität der Wein bekommt. Wegen dem warmen und trockenen Frühjahr rechnet Hubert Gutemann mit einer sehr frühen Erntebeginn, vermutlich mit dem frühesten Erntebeginn der vergangenen 15 Jahre.

Die Stadt Markdorf wird ihren Weinberg an den Winzerverein Hagnau verpachten. Der Winzerverein gründet dafür eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, die künftig Hubert Gutemann beschäftigt, den Rebmeister des Spitalfonds. Den Markdorfer Wein soll es auch weiterhin unter einem eigenen Etikett und mit nachgewiesener Herkunft geben. Das hat der Gemeinderat Markdorf, der gleichzeitig Stiftungsrat des Spitalfonds ist, einstimmig beschlossen.

Bisher bewirtschaftet Hubert Gutemann den Weinberg im Auftrag des Spitalfonds. Der Spitalfonds verkauft die Trauben zu einem Kilopreis an den Winzerverein Hagnau, dessen Genosse der Spitalfonds seit 1969 ist. Dort wird der Markdorfer Wein erzeugt, etikettiert und vermarktet. Die Stadt kauft den Wein zurück und schenkt ihn an Festen aus oder verschenkt ihn zu runden Geburtstagen, goldenen Hochzeiten oder Jubiläen.

Ein Problem ist nur, dass der Wein nicht ohne Verlust hergestellt werden kann. Die Markdorfer Rebflächen sind mit 5,7 Hektar zu klein, um Gewinn abzuwerfen. In den vergangenen Jahren sei der Verlust jährlich bei 30 000 Euro gelegen, sagt Bürgermeister Georg Riedmann. Das soll sich durch die Umstrukturierung ändern: „Statt eines Verlusts erzielen wir in Zukunft Pachteinnahmen“, sagt er. Die einzige Änderung ist, dass die Tochtergesellschaft des Winzervereins nun zusätzlich die Pflege der Reben übernimmt – wobei diese Aufgabe dank einer Arbeitnehmerüberlassung weiterhin in den Händen von Rebmeister Hubert Gutemann und seinen Helfern liegt.

Der Pachtvertrag zwischen Spitalfonds und Winzerverein wird zunächst für 30 Jahre geschlossen. Die beiden Partner hätten ein gutes Verhandlungsergebnis erzielt und nach außen hin sei die neue Struktur nicht erkennbar. „Es ist nicht nur finanziell eine deutliche Erleichterung, sondern die Menschen draußen werden es nicht spüren“, sagt Riedmann. Darüber hinaus stünden Überlegungen im Raum, eine zusätzliche Linie des Markdorfer Weins zu kreieren, der speziell in den Gaststätten der Stadt angeboten werden könnte.

Uwe Achilles, Fraktionssprecher der SPD, sagt, die Zusammenarbeit mit dem Winzerverein habe in der Vergangenheit gut funktioniert. Positiv sei auch, dass das Personal mit übernommen werde. Susanne Deiters Wälischmiller von der Umweltgruppe lobt das Verhandlungsergebnis und freut sich, dass der Wein als Marke etabliert wird. „Wir hätten den Weinbau gerne in städtischer Hand behalten“, sagt Kerstin Mock von der CDU. Mit dem Winzerverein bestünden aber lange Geschäftsbeziehungen und er habe auch für die Mitarbeiter eine gute Lösung gehabt. Dietmar Bitzenhofer (Freie Wähler) betont die Exklusivität des Markdorfer Weins und regt an, auf den Etiketten hervorzuheben, dass es sich um einen Stiftungswein handelt.

Der Markdorfer Wein wächst auf 5,7 Hektar. Die Reben geben jährlich einen Ertrag von etwa 65 000 Kilogramm ab, woraus 40 000 bis 45 000 Liter Wein gewonnen werden. Der Weinberg an der Wanger Halde in Markdorfs Westen hat eine gute Lage. „Die Hänge sind steil, sodass die Sonne länger auf die Reben scheint“, sagt Rebmeister Hubert Gutemann. Ein Vorteil sei auch, dass der Weinberg ein Stück höher liegt, als Reben, die direkt am Ufer des Bodensees wachsen. „Wenn es im Herbst neblig ist, bekommen die Reben in Markdorf noch mehr Sonne ab“, sagt er. Das führe dazu, dass die Trauben für den Spätburgunder länger hängen bleiben und eine Spur reifer werden können. Im Rotweinbereich könne so eine gute Qualität erzielt werden.

Die diesjährige Ernte wird noch unter der Regie des Spitalfonds eingefahren. Die Reben hängen voll, daher seien die Ertragsaussichten bisher sehr gut, sagt der Rebmeister. „Wir werden aber erst Ende August sehen, wieviele Trauben noch dran sind.“ Im Herbst entscheide sich, welche Qualität der Wein bekommt. Wegen dem warmen und trockenen Frühjahr rechnet Hubert Gutemann mit einer sehr frühen Erntebeginn, vermutlich mit dem frühesten Erntebeginn der vergangenen 15 Jahre.

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