Viel zu tun, bevor das Schloss ein Rathaus wird

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Das Original-Wappenschild droht zu fallen und wurde deshalb gesichert.
Das Original-Wappenschild droht zu fallen und wurde deshalb gesichert. (Foto: bw)

Weitere Besichtigungstermine: Mittwoch 4., 11. und 18. Juli, jeweils von 17 bis 19 Uhr. Donnerstag, 12. Juli, von 10 bis 12 Uhr. Anmeldung notwendig bei der Stadt, Telefon 07544 / 50 02 74 oder per E-Mail an

s.kimmig@rathaus-markdorf.de

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Die Stadt Markdorf bietet Informationen über die derzeitige bauliche Situation und welche Umbauten erforderlich sind, um das Bischofsschloss zukünftig als Rathaus nutzen zu können. Mittwochs und donnerstags besteht die Möglichkeit unter fachkundiger Leitung das Gebäude zu besichtigen. Acht interessierte Bürger hatten sich am vergangenen Mittwoch, trotz Fußballs im Hof des Bischofsschlosses eingefunden.

In den vergangenen Monaten hat sich die Bauverwaltung intensiv mit den Planungen und der Erhebung der Bausubstanz beschäftigt. Fachingenieure waren im Gebäude, um die notwendigen Arbeiten zu ermitteln, davon zeugen zahlreiche Öffnungen an den Wänden, Decken und Böden. Es sei ihnen ein Anliegen, den Bürgern zu zeigen was alles bereits passiert ist und wie sensibel mit dem Gebäude umgegangen werde, erklärte Michael Schlegel, Leiter des Stadtbauamtes. Dann ging es in die Lounge des ehemaligen Hotels, ehemals Apotheke, oder auch als neues Schloss bezeichnet. Es war Monika Schneider vom Stadtbauamt anzumerken, dass sie sich in dem Gebäude auskennt. In diesem Bereich gibt es nur wenige Änderungen in den Räumen. Im ersten Geschoss gibt es eine Stuckdecke, die erhalten bleibt, eine der vielen Auflagen des Denkmalamtes. Die ehemalige Hochzeitssuite unter dem Dach wird kein Büro, sondern nur ein Abstellraum, Auflage des Brandschutzes, da es keinen zweiten Fluchtweg gibt. Bei Verlassen des Gebäudes ein Blick zurück, warum wurde das Wappenschild angebunden, die Frage eines Teilnehmers. Es sei das Original-Wappenschild aus dem 17. Jahrhundert, erklärt Schneider, allerdings hänge es am „seidenen Faden“. Das habe der Steinmetz-Restaurator festgestellt und sofort gesichert.

Als nächstes ging es in den Gewölbekeller, hier haben Handwerker den Hauptschacht für das Abwasser gefunden. Die alten Baupläne sagen ganz was anderes. Einige Kellerräume befinden sich unter dem Schlossplatz, sie sind feucht und müssen umfassend saniert werden. Als nächstes ging es in den Turm, imponierend die mächtigen Holzbalken im bisherigen Restaurant. Laut Untersuchungen wurden sie vor 700 Jahren gefällt. Etage für Etage wurden die Veränderungen erläutert, die auch durch den weiteren Ausbau des Aufzugs notwendig werden, der zukünftig bis zum Rittersaal fährt. Die Scheuer wird total entkernt, nur die Seitenwände, also die ehemalige Stadtmauer bleibt erhalten. Stattdessen wird es einen Neubau mit Bürgerbüro und Ratssaal geben. Zum Abschluss wurden die Pläne und Zeichnungen kurz erläutert.

Weitere Besichtigungstermine: Mittwoch 4., 11. und 18. Juli, jeweils von 17 bis 19 Uhr. Donnerstag, 12. Juli, von 10 bis 12 Uhr. Anmeldung notwendig bei der Stadt, Telefon 07544 / 50 02 74 oder per E-Mail an

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