Umweltgruppe will mehr Energie sparen

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 Nutzen ganz bewusst das Fahrrad, die Mitglieder der Umweltgruppe Karl King, Christiane Oßwald, Jonas Alber und Joachim Mutschle
Nutzen ganz bewusst das Fahrrad, die Mitglieder der Umweltgruppe Karl King, Christiane Oßwald, Jonas Alber und Joachim Mutschler (von links). (Foto: Brigitte Walters)
Brigitte Walters

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Die Stadt Markdorf soll sich am European Energy Award (EEA) beteiligen, um den kommunalen Klimaschutz zu verbessern und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu beschleunigen. Einen entsprechenden Antrag bereitet die Umweltgruppe (UWG) für den neuen Gemeinderat vor, das kündigten Christiane Oßwald und Joachim Mutschler bei einem Pressegespräch an.

Es gelte der lokalen Verantwortung für diese globale Herausforderung gerecht zu werden, sagte Mutschler. Die Jugend habe das Recht, dass der Klimawandel gestoppt und die Ziele des Pariser Klimaabkommens auch vor Ort, in der Kommune, umgesetzt werden. Die Jugend müsse provozieren, um gehört zu werden, fügte Jonas Alber hinzu. „Wir müssen endlich mit dem Klimaschutz beginnen.“ Gemäß Energiebericht der Stadt, der vor wenigen Wochen den Gemeinderäten vorgestellt wurde, habe sich der CO2-Ausstoß 2018 in Markdorf gegenüber 2015 um 2,9 Prozent erhöht, das sei nicht hinnehmbar, kritisierte Karl King. Das von der Stadt vor wenigen Monaten gestartete kommunale Energiemanagement-System (EMS) sei nur ein erster Schritt, um entsprechende kommunale Konzepte rasch und beherzt umzusetzen. Allerdings beziehe sich das System überwiegend auf kommunale Bereiche, dies sei zu wenig.

Zukünftig müssten ebenso in den Bereichen Raumplanung, städtische Entwicklungsplanung und Bauleitplanung die Belange des Klimaschutzes berücksichtigt werden. Diese Bereiche gehören beim EEA zu den wesentlichen Bestandteilen und werden beim kürzlich eingeführten System kaum berücksichtigt. Gänzlich fehle darin der Bereich Verkehrsplanung und Mobilität, der Verkehr sei etwa für ein Viertel der Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland verantwortlich, verdeutlichte Joachim Mutschler die Bedeutung dieses Sektors.

Beim European Energy Award werde zudem darauf geachtet, dass die Bürger einbezogen werden, dass ihnen Informationen und Beratungen angeboten werden, wie sie zum Klimaschutz beitragen können, ergänzte Karl King. Für ihn steht fest, dass das von der Stadt eingeführte Energiemanagement-System ein guter Anfang ist, aber keinesfalls ausreicht für den notwendigen und schnellen Umstellungsprozess. Zukünftig sollten alle kommunalpolitischen Entscheidungen, ähnlich wie in Konstanz, auf ihre Verträglichkeit hinsichtlich des Klimaschutzes geprüft werden, wünscht sich Joachim Mutschler, um die Kehrtwende beim CO2-Ausstoß zur erreichen.

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