Trendsportanlage wird saniert und erweitert

Lesedauer: 4 Min
Sanierungsbedürftig: der Skateplatz in Markdorf.
Sanierungsbedürftig: der Skateplatz in Markdorf. (Foto: Barbara Baur)
bw und Brigitte Walters

Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat die Planungen zur Sanierung und Erweiterung der Trendsportanlage gebilligt und den Baubeschluss gefasst. Bereits im Februar hatte sich das Gremium mit diesem Thema auseinandergesetzt und Ergänzungen beim Planungskonzept angeregt. Diese wurden in die Neuplanung übernommen.

Es wird mit Baukosten von rund 745 000 Euro gerechnet, die Verwaltung rechnet noch eine Pauschale für Unvorhersehbares und Preissteigerungen von 150 000 Euro hinzu. Die Kosten sollen im Haushalt der Jahre 2020 und 2021 finanziert werden. Nach jetzigem Zeitplan soll mit den Bauarbeiten im Sommer 2020 begonnen werden, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2021 geplant. Die Trendsportanlage, südlich der Sporthalle des BZM, wurde im Jahr 2000 als Skateanlage gebaut. Sie wird seither von Kinder und Jugendlichen rege genutzt, inzwischen besteht altersbedingt ein baulicher Sanierungsbedarf, zudem gibt es unterschiedliche Nutzergruppen, die sich teilweise gegenseitig behindern. Darüber hinaus bietet der Platz wenig Aufenthaltsqualität, es gibt immer wieder Probleme mit Vandalismus und Klagen der Anwohner wegen Ruhestörungen.

Etliche neue Geräte

Laut Planungskonzept soll es neben der Skateranlage einen Pumptrack geben, eine Kletterwand, ein Street-Workout Fitnessgerät, das eine Vielzahl von sportlichen Übungen zulässt, ebenso eine Tischtennisplatte, Pfosten für eine Slackline-Nutzung, eine Hängematte und einen Grillplatz. Ferner soll der Vorplatz des Jugendraumes eine Überdachung erhalten und die Beleuchtung der Sportanlage verbessert werden.

Die Umweltgruppe begrüße das Projekt, erklärte Lisa Gretscher. Dies gelte auch für die Freien Wähler, schloss sich Dietmar Bitzenhofer an. Allerdings sollten die Kosten mit 745 000 Euro gedeckelt werden, höhere Kosten sollten durch den Gemeinderat beschlossen werden. Auf die Grillstelle sollte verzichtet werden, um Ruhestörungen zu vermeiden. Ebenso auf die Flutlichtanlage, die Öffnungszeiten sollten sich auf das Tageslicht begrenzen.

Die Planung sei ein Luxusobjekt von fast einer Million Euro, dass sich die Stadt derzeit nicht leisten könne, erklärte Rolf Haas (FDP), aus finanziellen Gründen sollte das Projekt verschoben werden. In anderen Städten werden Spender und Sponsoren für solch ein Projekt geworben. Das sei eine gelungene Planung, stellte Alfons Viellieber (CDU) fest. Damit werde etwas für die Jugend getan, eine Deckelung der Kosten oder eine Verschiebung lehnte er ab. Der Grillplatz sei problematisch, es sollte einiges unternommen werden, um den Vandalismus in den Griff zu bekommen, wünschte Viellieber.

„Gut gelungen“

Aus finanziellen Gründen sollte das Projekt nicht gestoppt werden, erklärte Wolfgang Zimmermann (SPD). Die Planung sei gut gelungen, sie biete den Jugendlichen eine große Anzahl von Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Die Schaffung des Grillplatzes werde nochmals mit den Beteiligten diskutiert, erklärte Bürgermeister Georg Riedmann.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen