Theatergruppe zeigt in Leimbach amüsantes Lustspiel

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 Ein Gläschen Wodka zum Wohl auf das Hochzeitpaar, eine Szene aus dem Theaterstück „Ein Hof voller Narren“, den die Theatergrupp
Ein Gläschen Wodka zum Wohl auf das Hochzeitpaar, eine Szene aus dem Theaterstück „Ein Hof voller Narren“, den die Theatergruppe des Medley-Chores auf der Bühne in Leimbach aufführt. (Foto: bw)
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Die Terminänderung änderte nichts, aus dem Weihnachts- wurde das Neujahrstheater, wie bisher ein sicherer Garant für gute Unterhaltung und viel Spaß. Beim Lustspiel „Ein Hof voller Narren“ von Winnie Abel konnten die Mitglieder der Theatergruppe des Bodensee-Medley-Chors ihr komödiantisches Talent wiedermal voll ausleben, die Besucher waren begeistert. Am Wochenende gab es drei Aufführungen in der Mehrzweckhalle in Leimbach, bereits am Freitag, bei der Premiere war die Vorstellung fast ausverkauft.

Es ist gar nicht einfach, wenn Jungbauer Jonathan davon träumt, den elterlichen Hof auf Bio umzustellen, aber die böse Schwester Esther dagegen ist, stattdessen will sie eine Massentierhaltung für Hühner errichten. Um den Erbstreit zu lösen, kommt die resolute, gottesfürchtige Mama Ruth auf die Idee, derjenige der beiden Geschwister bekommt den Hof, wer zuerst heiratet, schließlich möchte sie Enkelkinder haben. Doch damit hat Jonathan ein riesiges Problem, er ist schwul und liebt eigentlich den Paradiesvogel Detlef. Die Lösung findet er in der polnischen Pflegekraft Irena, die auch heiraten will, damit sie endlich eine Aufenthaltserlaubnis bekommt. Auch Schwester Esther ist nicht untätig, sie versucht mit dem Knecht Hannes anzubändeln, doch der gibt ihr einen Korb. Ganz schwierig wird es, als Mama Ruth darauf besteht, das zur Hochzeit auch die Irenas Mama anreisen soll. Doch Detlef weiß Rat, kurz entschlossen übernimmt er diese Rolle. Damit ist eine lange Reihe von komischen Situationen, Verwicklungen und Erklärungen auf der Bühne gesichert. Angereichert wird das Ganze noch durch Opa Erwin, der von der polnischen Pflegekraft ganz begeistert ist und aufgrund seiner Schwerhörigkeit nicht immer alles richtig hört und seine Gesprächsbeiträge passen meist nicht zur Situation. Auch Knecht Hannes hat ein gesundheitliches Problem, wenn er nervös ist, rutschen ihm Kraftausdrücke raus. Brenzlig wird es, als ein Beamter vom Ausländeramt kommt, der prüfen soll, ob eine Scheinehe vorliegt. Endgültig turbulent wird es, als die echte Mama von Irena aus Polen anreist.

Für Andreas Lang war die Rolle als Detlef geschrieben, seine Darstellung war toll, besonders als es galt die Mutter seines Freundes zu umgarnen. Deren Wandlung von der verhärmten zur lebenslustigen Frau, stellte Monika Schneider perfekt dar. Doppelt gefordert war Sacha Bochenek, der mit Jonathan eine Hauptrolle spielte und dabei die Regie übernommen hatte. Jeanette Biedermann glänzte als böse Schwester. Auch die Rolle des Opas war mit Andreas Krug gut besetzt, ebenso wie Martin Lunnebach als Knecht Hannes. Mit der Darstellung der polnischen Pflegekraft überzeugte Angela Jüngel. In diesem Jahr erstmals auf der Bühne Morris Jandt und Alexia König, beide sind eine Bereicherung für die Theatergruppe.

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