Tafel will wieder verstärkt um Ehrenamtliche werben

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Suchen neue Mitglieder und ehrenamtliche Mitarbeiter: die Vorstandsmitglieder der Zukunftswerkstatt, Ursula Jürgensmeyer, Reinha
Suchen neue Mitglieder und ehrenamtliche Mitarbeiter: die Vorstandsmitglieder der Zukunftswerkstatt, Ursula Jürgensmeyer, Reinhard Hendricks, Günther Wieth und Rosemarie Schempp (von links). (Foto: Brigitte Walters)
Brigitte Walters

Nach einer umfangreichen Neustrukturierung der Warenaufbereitung und der Güterausgabe, zusätzlich zur Verlängerung der Öffnungszeit um zwei Stunden hat der Markdorfer Tafelladen seit Ende Mai wieder geöffnet. Zur Bewältigung der Corona-Situation seien umfangreiche Änderungen notwendig gewesen, um die Auflagen und Hygiene-Vorgaben zu erfüllen, berichtete Günther Wieth, Vorsitzender der Zukunftswerkstatt, Trägerverein des Tafelladens, jüngst in der Jahreshauptversammlung. Neben dem Betrieb des Tafelladens unterstützt und fördert der Verein auch Grundschüler im Rahmen von mehreren Projekten.

Ebenso habe es bei den rund 80 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Tafel aus verschiedenen Gründen Veränderungen gegeben, einige haben ihre Tätigkeit aufgegeben, erklärte Wieth. Deshalb solle in den nächsten Monaten wieder verstärkt um neue Ehrenamtliche geworben werden. Auch Schüler, Firmlinge und Konfirmanden helfen in der Tafel aus. Zudem gelte es Spenden zu sammeln und neue Sponsoren zu finden, um Tafelladen und Schülerförderung finanzieren zu können. Neben dem Projekt der Sprachförderung für Grundschüler, will der Verein die Kinder an die Bereiche Umwelt, Natur, Technik und IT heranführen, hierzu wird derzeit ein Betreuer gesucht.

Im vergangenen Jahr hatten 192 Haushalte und Familien einen Berechtigungsschein zum Einkauf im Tafelladen, berichtete der Vorsitzende. Am Donnerstag, dem wöchentlichen Öffnungstag, kamen jeweils durchschnittlich etwa 70 Haushalte, dies entspricht insgesamt ungefähr 230 Personen. Mehr als die Hälfte der Kunden kommen aus Markdorf, zudem wird der Laden auch von Menschen aus der Region, so aus Bermatingen, Oberteuringen, Deggenhausertal und Salem genutzt.

Neben Einzelhändlern, Supermärkten und Discountern wurde die Markdorfer Tafel in 2019 von den Kindern des Kindergartens und der Grundschule Leimbach mit einer Spende unterstützt, Mitglieder der Jugendarbeit im Dekanat Linzgau sammelten Lebensmittel, von der Gesamtschule Salem gab es 270 Weihnachtspäckchen für die Kinder in den bedürftigen Familien, die Schausteller beim Elisabethenmarkt spendeten Freifahrten. Rund 750 Einkaufstüten kamen bei einer Aktion von drei Discountern zusammen.

In den nächsten Monaten soll der Tafelladen innen und außen renoviert werden, kündigte Wieth an. Im Herbst werde das Kühlfahrzeug, was bisher geleast war, übernommen. Dies bedeute eine erhebliche Ausgabe für den Verein. Deshalb gelte es weiterhin Spenden zu generieren und Sponsoren zu finden, außerdem sollen neue ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht werden.

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