Tüftler stellen sich der „Maker Challenge“

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Mit der Hand mixen ist tabu: Auf der „Maker Faire“ wird natürlich mechanisch oder elektrisch gemischt.
Mit der Hand mixen ist tabu: Auf der „Maker Faire“ wird natürlich mechanisch oder elektrisch gemischt. (Foto: Julia Freyda)
Schwäbische Zeitung

Die Aufgabe für die „Maker Challenge“ beim „Maker Faire“ steht fest: Tüftler müssen irgendetwas bauen, das ein Getränk mixt. Dem Sieger winken 1200 Euro Preisgeld. Um die Kosten zu decken bekommt jede Gruppe 75 Euro Startgeld.

Ein Glas, Getränke aus verschiedenen Verpackungen, eine Limette – das sind ein Teil der Zutaten, die Thomas Kekeisen und Thomas Schanne vom Wettbewerbsinitiator Toolbox Bodensee verraten. Aus diesen müssen die Tüftler schließlich ein Getränk mischen. Bereits sechs Teams haben sich angemeldet, weitere sind willkommen. „Mit den Vorbereitungen kann natürlich schon begonnen werden. Gebaut wird aber live auf der Messe neben unserem Stand“, sagt Schanne. Ob die Lösung für die Aufgabe mechanisch, elektrisch oder ganz anders aussieht, spiele keine Rolle. „Alle Möglichkeiten sind offen“, sagt Schanne. Einziges Verbot: Beim Mixen des Getränkes darf nichts von Hand eingefüllt werden. Unterstützung mit Werkzeug, 3D-Drucker sowie Rat und Tat gibt es für die Tüftler am Stand der Toolbox.

Kreative Ideen bekamen die Vereinsmitglieder der Toolbox schon im vergangenen Jahr bei der ersten Challenge vorgeführt. Damals ging es darum, einen Lichtschalter an einem Pfosten zu betätigen. Von CD-Player-Fach über Rohrpost bis zur Drohne gab es unerwartete Lösungen. „Unsere Erwartungen wurden damals weit übertroffen“, sagt Kekeisen. Das Teilnehmerfeld war bunt gemischt: Vom zwölfjährigen Mädchen bis zum Professor.

Messe braucht mehr Tüftlergeist

Motivation für den Wettbewerb ist, der Messe mehr aktiven Charakter zu geben. „Die Veranstaltung ist informativ, aber uns fehlte etwas, wobei der Tüftlergeist zu spüren ist“, sagt Schanne. So war die Idee für die Challenge geboren. Die Aufgabe wählen die Toolbox-Mitglieder gemeinsam und achten darauf, dass sie auch ohne viel technisches Wissen gelöst werden kann. „Uns geht es einerseits natürlich um den Wettkampf, aber andererseits auch um den Austausch und die Erfahrung, selber etwas zu machen und nicht nur zu konsumieren“, sagt Schanne. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Stadtwerk am See. Im Finale präsentieren alle Teams Ihre Lösungen. Für die finale Bewertung sind Weg und Präsentation ausschlaggebend. Geachtet wird zum Beispiel auf die technische Umsetzung und die kreative Gestaltung. Auch Besucher können eine Bewertung abgeben. Die Jury besteht aus fünf Mitgliedern. Jeweils mit einer Person ist die Toolbox Bodensee, Stadtwerk am See, DARC, Heise Verlag und Messe Friedrichshafen vertreten.

Die Siegerehrung findet am zweiten Messetag, dem Sonntag, statt. „Und zwar gegen Mittag, sodass man nichts vom Seehasenumzug verpasst“, sagt Schanne.

Anmeldungen sind möglich über die Webseite der Messe: www.makerfairebodensee.com oder über die Toolbox: www.toolbox-bodensee.de

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