Straßenbau dominiert Diskussion der Bürger

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Bei der Versammlung im Bürgerhaus in Ittendorf ist vor allem der Ausbau der Bundesstraße ein Thema.
Bei der Versammlung im Bürgerhaus in Ittendorf ist vor allem der Ausbau der Bundesstraße ein Thema. (Foto: Brigitte Walters)
Schwäbische Zeitung
Brigitte Walters

Bei der Bürgerversammlung in Ittendorf hat es nach den Ausführungen von Bürgermeister Georg Riedmann rege Diskussion gegeben. Dabei stellte Riedmann eindeutig klar, dass die Planvariante 7.5 zum Bau der B 31-neu für die Stadt und für ihn keine Lösung sei, da sie zusätzlichen Verkehr für Ittenddorf bedeute. Allerdings machte er auch deutlich, dass es die B 31-neu nur geben werde, wenn sich die betroffenen Gemeinden auf eine Variante einigen, da sonst der Bund kein Geld geben werde.

Ein Bürger wollte wissen, was die Stadt in Sachen Planfall 7.5 unternehme. Derzeit begleite die Stadt die Gespräche zur Planung der B 31-neu und warte auf die Gutachten und Zahlen, die in diesem Jahr im Bereich Naturschutz aufgenommen wurden und im nächsten Herbst vorliegen sollen. Es sei klar, dass die betroffenen fünf Gemeinden einen Kompromiss finden müssten, der Planfall 7.5 könne dies nicht sein. Seit der Linienbestimmung von dieser Trasse, habe es einige gesetzliche Änderungen im Bereich Naturschutz gegeben, so dass deren Realisierung nicht möglich sei, erklärte Riedmann auf eine entsprechende Frage.

Sorge: Mehr Verkehr im Teilort

Nach Meinung von Fritz Käser, Vorsitzender der IG Verkehr Ittendorf, müsse die Stadt mehr tun, um von der Variante 7.5 wegzukommen und eine eigene Lösung zu haben. Es sei wichtig, den Anschlusspunkt für den Verkehr aus Richtung Salem möglichst weit nach Stetten zu verschieben, sodass die Strecke für die Markdorfer Umfahrer unattraktiv werde, erklärte der Bürgermeister. Zudem sollte die Trasse möglichst weit nach Süden, auf die Gemarkungsgrenze verschoben werden. Eine Kompromisslösung werde von jedem etwas abverlangen. Dies gelte auch für die Nulllösung, also den Ausbau der bisherigen B 31, stellte Riedmann klar. Eine Trasse mit mehr Verkehr für Ittendorf sei für ihn keine Lösung.

Die Verkehrssituation am Kindergarten und die Querung der Ahauser und der Bundesstraße waren weitere Themen. Einen Zebrastreifen gebe es nur, wenn zu Spitzenstunden 100 Personen die Straße queren, dies sei weder am Kindergarten noch an der Ahauser Straße zu erreichen, erklärte Riedmann. Die Stadt habe bereits etliche Anträge dazu bei der Straßenverkehrsbehörde gestellt, die alle abgelehnt wurden. Der Ortsvorsteher Bernhard Grafmüller will einen neuen Versuch starten und mit Behörden- und Elternvertretern die Situation vor Ort diskutieren.

Kritik: Keine Kurzzeitpflege

Beim Thema kalkhaltiges Wasser müssen die Ittendorfer noch Geduld haben, gemeinsam mit den Stadtwerken am See wurde eine Prioritäten-Liste der dringenden Aufgaben im Bereich Wasserversorgung erstellt. Dazu gehöre auch Ittendorf, erklärte der Bürgermeister. Weitere 46 öffentliche Parkplätze werde es geben, wenn die Bebauung des Algemarin-Geländes erfolge, lautete Riedmanns Antwort auf eine weitere Bürgerfrage.

Zum Thema „Antrag zur Abschaffung der unechten Teilortswahl“ werde er nichts gegen den Willen der Ortsteile tun, die Initiative dazu müsse aus den Teilorten kommen. Zum Abschluss wurde von einem Ittendorfer kritisiert, dass es im Markdorfer Seniorenheim keine Kurzzeitpflegeplätze gebe, das dürfe keine Kostenfrage sein.

Die letzte Einwohnerversammlung ist am Donnerstag, 26. Oktober, ab 19 Uhr in der Stadthalle. Zunächst wird Bürgermeister Georg Riedmann anhand einer Präsentation referieren. Im Anschluss können Bürger sich zu Wort melden.

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