St. Franziskus ändert Betreuungskonzept

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Derzeit gibt es Überlegungen zur Erweiterung des Seniorenzentrums „St. Franziskus“. Dabei wird auch das Grundstück auf der gegen
Derzeit gibt es Überlegungen zur Erweiterung des Seniorenzentrums „St. Franziskus“. Dabei wird auch das Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite genannt, wo derzeit noch ein altes Wohngebäude steht. (Foto: brigitte walters)
Brigitte Walters

Im Seniorenzentrum „St. Franziskus“ soll ein neues Betreuungskonzept umgesetzt werden. Dabei soll die Betreuung in familienähnlichen Gruppen von bis zu 15 Personen erfolgen. Das Konzept stellte Heinrich Lang, Geschäftsführer des Spitalfonds, am Dienstag dem Gemeinderat vor. Zudem wird aufgrund des Wegfalls von Zwei-Bett-Zimmern ein neues Raumkonzept notwendig. Ebenso wird über eine Erweiterung des Pflegeheimes, alternativ eventuell auch über einen weiteren neuen Standort nachgedacht.

Leitgedanke dieser „Stationären Hausgemeinschaften“ sei es, den Bewohnern ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, Sicherheit und Geborgenheit zu gewähren und zugleich ein Leben in alltagsnaher Normalität zu ermöglichen, erklärte Lang. Wichtig sei es, dass sich die Bewohner nicht alleingelassen fühlen, das alltägliche Leben wird mit permanent anwesenden Bezugspersonen organisiert und unterstützt. Der Alltag wird wie ein Familienhaushalt organisiert, klassische Pflege wird – wie eine ambulante Versorge zuhause – bei Bedarf eingesetzt.

Eine große Herausforderung

Für das Personal gelte der Grundsatz der Gleichwertigkeit der Aufgaben, sei es die aktivierende Betreuung, die allgemeine Lebensbegleitung, hauswirtschaftliche Tätigkeiten und pflegerische Maßnahmen. Für die Mitarbeiter sei das Umdenken vom bisherigen konventionellen Heimbetrieb zum am normalen Alltag orientierten Lebensraum im Pflegeheim eine große Herausforderung. Die Umstellung erfolge schrittweise und die Mitarbeiter erhalten dafür zusätzliche Schulungen, berichtete Lang. Die ersten Schritte seien bereits umgesetzt, so sei das rollende Frühstücksbuffet, mit individueller Auswahl bei Bewohnern und Mitarbeitern auf positive Resonanz gestoßen. In den nächsten Schritten soll den Gruppenmitgliedern eine passive und aktive Teilnahme an alltagsgestaltenden Tätigkeiten ermöglicht werden, sei es im hauswirtschaftlichen Bereich, bei der dezentralen Essenszubereitung oder bei der dezentralen Wäscheaufbereitung.

Erweiterung wird noch geprüft

Die Veränderung der Heimbauverordnung bedeutet, dass es im Pflegeheim für die beiden Wohngruppen jeweils 17 Plätze gibt. Dafür gebe es eine Ausnahmegenehmigung bei Umsetzung des neuen Betreuungskonzeptes. Eine Erweiterungsmöglichkeit zur Erhöhung der Platzzahl bestehe im Dachgeschoss, die jetzigen betreuten Wohnungen könnten sukzessive in elf Pflegeplätze umgewandelt werden. Zudem sollte eine Erweiterung mit direkter baulicher Verbindung zum jetzigen Gebäude geprüft werden, schlug Lang vor. Bei der anschließenden Diskussion stellten die Redner fest, dass es wichtig sei die Bewohner und die Mitarbeiter bei der Umsetzung des neuen Konzeptes mitzunehmen. Beim Thema Erweiterung, wurde das Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite genannt.

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