Spenden wachsen in himmlische Höhen

Lesedauer: 5 Min
Die Organisatoren des Spinning-Marathons Gunter Göpfert, Andreas Lang, Monika Muehlberger überreichen Spendenschecks an Waltraud
Die Organisatoren des Spinning-Marathons Gunter Göpfert, Andreas Lang, Monika Muehlberger überreichen Spendenschecks an Waltraud Zeller-Fleck und Renate Hold vom MGH, Bernhard Hatt von der Kinderstiftung Bodensee und Ursula Schuhmann von den Drachenkinder Radio 7, Bürgermeister Georg Riedmann hat die Stadt beim Spinning vertreten. (Foto: bw)
Brigitte Walters

Mit einer Spende in Höhe von 800 Euro an die Kinderklink Tannheim hat es 2010 begonnen, bei der zehnten und letzten Runde im März 2019 ist die Rekordsumme von 24 000 Euro zusammengekommen. Der Spinning-Marathon in Markdorf hat sich über die Jahre prächtig entwickelt. Am Mittwoch wurden die Spenden übergeben.

Über Zuwendungen freuen sich in diesem Jahr die Kinderstiftung Bodensee, die 7000 Euro bekommt, den gleichen Betrag erhalten die Drachenkinder von Radio 7 und das Markdorfer Mehrgenerationenhaus (MGH) bekommt sogar 10 000 Euro. Insgesamt kamen 105 832 Euro bei den zehn Veranstaltungen zusammen.

Der erste Spinning-Marathon sei aus einer Bierlaune heraus entstanden, erinnerte sich Monika Muehlberger, eine der Organisatoren, bei der Spendenübergabe. Damals standen die Indoor-Bikes in den Räumen des Physio-Teams Muehlberger. Der Spaß am Sport in geselliger Runde im Vordergrund, nebenbei sollte eine soziale Einrichtung unterstützt werden. Die erste Auflage war direkt ein großer Erfolg, die Teilnehmer wünschten sich eine Wiederholung. Gesagt, getan. Aus Platzgründen wichen die Veranstalter in die Leimbacher Mehrzweckhalle aus, die die Stadt Markdorf kostenlos zur Verfügung stellte. Die 60 Spinning-Räder waren schnell ausgebucht und damit die Fortsetzung gesichert. Zum Abschluss im März strampelten rund 300 Teilnehmer auf 90 Rädern zehn Stunden lang. „Es ist erstaunlich, was aus dieser Veranstaltung geworden ist, darauf sind wir auch stolz“, sagte Monika Muehlberger. Die Mitorganisatoren Gunter Göpfert und Andreas Lang konnten dem nur beipflichten.

Aber: Es sei immer schwieriger geworden Menschen zu finden, die beim Transport der Räder und bei der Bewirtung helfen, begründete Gunter Göpfert das Ende des Spinning-Marathons. Zudem sei das anstrebte Ziel von einer Spendensumme von 100 000 Euro erreicht. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagte Göpfert.

„Unser Ziel war es, jedes Jahr mehr Spenden zu sammeln“, erklärte Andreas Lang. Es sei toll gewesen, wie der Spinning-Marathon gewachsen ist, dazu haben viele fleißige Helfer beigetragen, die beispielsweise beim Transport und Aufstellen der Räder geholfen haben oder jene, die die Teilnehmer bewirtet haben. Es sei ein großes Anliegen gewesen, Kinder aus der Region langfristig zu unterstützen, deshalb seien die drei Institutionen ausgewählt worden, die mit ihrer Arbeit, ihren Projekten diese Aufgabe erfüllen. Die Stadt habe die Veranstaltung von Beginn an unterstützt und sich im Rahmen der sportlichen Möglichkeiten beteiligt, erklärte Bürgermeister Georg Riedmann. Es sei selbstverständlich gewesen, so ein großes ehrenamtliches Engagement mitzutragen.

Die Kinderstiftung Bodensee sei auf Spenden angewiesen, berichtete Bernhard Hatt. Neben dem Vorlese- und Trommler-Projekt, gebe es auch eine Notlagenhilfe und ein Angebot für Freizeitaktivitäten. Ziel sei es, Kinder zu bestärken, ihnen ein gemeinschaftliches Gefühl zu geben. Das gilt auch für die Arbeit im Markdorfer Mehrgenerationenhaus. „Jeder Cent geht an betroffene Kinder“, erklärte Renate Hold vom MGH. Die Spende ermögliche eine rasche, unbürokratische Hilfe als Unterstützung für die Kinder und ihre Familien. Überwältigt von der Höhe der diesjährigen Spende lud sie das Organisatoren-Team zum Mittagessen ins Wohnzimmer des MGH ein.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen