SPD fordert Bürgerentscheid zur Südumfahrung

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 Die Markdorfer SPD spricht sich für einen neuen Bürgerentscheid zur Südumfahrung aus.
Die Markdorfer SPD spricht sich für einen neuen Bürgerentscheid zur Südumfahrung aus. (Foto: Archiv Julia Freyda)
Schwäbische Zeitung

Die SPD Markdorf spricht sich für einen neuen Bürgerentscheid zur Südumfahrung aus. Das schreibt die Ortsgruppe in einer Pressemitteilung. Man sei sich bewusst, dass nicht die Stadt über den Baubeschluss entscheide, sondern der Landkreis. Es soll jedoch ein klares politisches Signal aus Markdorf in Richtung des Kreises gesendet werden, heißt es. So könne man der veränderten Situation sowie der Demokratie durch eine Bürgerbeteiligung gleichermaßen gerecht werden, wird Stephan Seidel, der Vorsitzende des Ortsvereins, zitiert.

Die geplante Ortsumfahrung sei in der letzten Vorstandssitzung diskutiert worden. Seidel habe zur Sachlichkeit in den öffentlichen Diskussionen gemahnt. Polemik lenke vom Thema ab und spalte die Gesellschaft, sagte er. Es sei jetzt wichtig, aufgrund der vorliegenden Fakten den Sachverhalt, der sich seit dem Bürgerentscheid 2003 grundlegend verändert habe, neu zu bewerten, sagte der stellvertretende Vorsitzende Ulrich Maasmeier. Neben den gestiegenen Kosten und der zu geringen Entlastungsprognose spielt auch der Klimaschutz für die SPD Markdorf eine Rolle.

Der Ortsverein sei sich sehr bewusst, dass die Bürger in Markdorf unter dem starken Verkehr leiden und diese Bedenken nehme er sehr ernst. „Wir haben für den Unmut der Menschen an der B 33 vollstes Verständnis“, sagte Seidel. Maasmeier erklärte: „Ziel muss doch sein, eine langfristige Lösung zu finden, um den Verkehr in Markdorf zu verringern.“ Dabei spiele der Ausbau der B 31 und ein flächendeckender ÖPNV für die SPD eine wesentliche Rolle. Seidel merkte zudem an, dass in der jetzigen Planung der Ortsteil Ittendorf nicht berücksichtigt werde. Er ist der Auffassung, dass es eher zu einer Zunahme des Verkehrs in Ittendorf führen wird. Die SPD sieht die Stadtverwaltung in der Verantwortung, nachhaltige Lösungen für Markdorf und Ittendorf anzustreben und zu entwickeln.

Den Äußerungen, die Verhinderung der Ortsumfahrung Markdorf sei undemokratisch, widersprachen die Sozialdemokraten. Die anwesenden Mitglieder der SPD seien sich einig, dass die Demokratie auch von Veränderungen und unterschiedlichen Standpunkten lebe.

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