Schulamt verabschiedet Direktor Klaus Moosmann

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 Susanne Pacher dankt Schulamtsdirektor Klaus Moosmann für seine langjährige Arbeit.
Susanne Pacher dankt Schulamtsdirektor Klaus Moosmann für seine langjährige Arbeit. (Foto: Kirsten Lichtinger)
Kirsten Lichtinger

„Das ist dein Tag“, erklärte Moderator Ulrich Damm, der bei der offiziellen Verabschiedung des leitenden Schulamtsdirektors Klaus Moosmann gut informiert und unterhaltsam durchs Programm führte. Und das Motto passte. Denn was die Organisatoren beim Schulamt Markdorf am Dienstagabend in der Stadthalle auf die Beine gestellt hatten, war ein dreistündiges Programm, das mit launigen und warmherzigen Grußworten nicht sparte und zwischendurch musikalische Leckerbissen servierte.

Abteilungspräsidentin Susanne Pacher vom Regierungspräsidium Tübingen überreichte dem langjährigen Beamten als Dienstvorgesetzte seine Urkunde, mit der Moosmann in den Ruhestand versetzt wurde. Er habe 39 Jahre in verschiedenen Funktionen und die letzten zehn Jahre als leitender Schulamtsdirektor des Schulamts Markdorf dem Land Baden-Württemberg gedient. Sie beschrieb ihn als souveränen Chef mit hoher Fachkompetenz, der neuen Ideen gegenüber immer aufgeschlossen gewesen sei.

Der Ravensburger Landrat Harald Sievers lobte Moosmann als nie beliebigen, aber immer verbindlichen und angenehmen Gesprächspartner, der das Gesamtbild im Auge hatte. Er habe Bildung übergreifend und ganzheitlich betrieben und immer ein offenes Ohr für die Belange der Schulträger gehabt.

Der baden-württembergische Sozialminister Manne Lucha ließ es sich nicht nehmen, als Freund und langjähriger Wegbegleiter ein Grußwort zu sprechen. „Es bleiben große Fußstapfen“, sagte er. Er bedankte sich für den guten Geist bei vielen Gesprächen und lobte das hohe Verantwortungsgefühl als herausragenden Wesenszug. Ein Geschenk hatte er nicht mitgebracht, „das Land muss sparen“, bedauerte er. Dafür versprach er zwei Halbe und eine rote Wurst beim nächsten Fußballspiel, damit die Freundschaft erhalten bleibe.

Als Vertreter der Stadt, die die Feier ausrichtete, sagte Bürgermeister Georg Riedmann: „Wir in Markdorf sind gerne die Heimat des staatlichen Schulamts.“ Er überreichte neben zwei Flaschen Wein als Dank einen Gutschein für Markdorf, damit Moosmann auch in seinem Ruhestand einen Grund habe, die Stadt zu besuchen. Der geschäftsführende Schulleiter André Radtke, der stellvertretend für alle Rektoren im Schulbezirk sprach, zog den Vergleich zum Fußballtrainer. „Er ist ein Coach, der mit seinem Team in die Champions League will und das Spiel auch gewinnen will“, erklärte er. Das sei ihm gelungen, denn im Schulbezirk Markdorf habe es den geringsten Schulausfall gegeben. Als Dankeschön sangen rund hundert anwesende Rektoren auf der Bühne ein selbst gedichtetes Abschiedslied mit dem Refrain „Klaus Moosmann Ade“ zur Melodie von „Champs Elysees“. Ein musikalisches Grußwort überbrachte Schuldekan der evangelischen Landeskirche Frank Eberhardt. Er sang mit Cowboyhut und Gitarre ein Lied von Hank Williams und animierte das Publikum zum rhythmischen Mitklatschen. Der leitende Schulamtsdirektor vom staatlichen Schulamt, Roland Hocker, verriet mit einem Augenzwinkern das Geheimnis des „zeitlos guten Aussehens“ des scheidenden Kollegen. „Bei einigen gemeinsamen Dienstreisen konnte ich den Inhalt des Badezimmerschranks sehen“, schmunzelte er. Er lobte Moosmann als Menschen, der immer das Ziel im Blick gehabt habe, und dankte ihm für sein herausragendes Engagement und seine Treue. Einen besonderen Abschied bereiteten die Kolleginnen und Kollegen des Markdorfer Schulamts. Bei ihrem gemeinsamen Auftritt auf der Bühne lobten sie nicht nur seine Kompetenz, sondern auch seinen Humor und seine Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. Klaus Moosmann zog in seinem Schlusswort eine positive Bilanz. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, allen Weggefährten Danke zu sagen“, fasste er zusammen. Das gelte auch für die Politik, die dafür gesorgt habe, dass es nie langweilig geworden sei, die aber ebenso spannende Einblicke ermöglicht habe. Für die gute musikalische Unterhaltung war auch die erst 14-jährige Sängerin Letizia verantwortlich, die mit großartiger und raumfüllender Stimme ihre Lieder präsentierte.

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