Schüler entwickeln ein Gefühl für die Berufswelt

Bereiten die Schüler auf ihre berufliche Zukunft vor: Klaus Spatzier, Konrektor des Bildungszentrums Markdorf, und die Projektle
Bereiten die Schüler auf ihre berufliche Zukunft vor: Klaus Spatzier, Konrektor des Bildungszentrums Markdorf, und die Projektleiterin der TECademy, Monika Martin. (Foto: bbq)
Schwäbische Zeitung

„Was ich genau machen will, weiß ich noch nicht. Irgendetwas mit Informatik oder so. Oder vielleicht etwas mit Menschen.“ Mit solchen Aussagen ist Monika Martin, Projektleiterin des Berufsorientierungsprojekts „TECademy“ häufig konfrontiert. Die Teilnehmenden machen sich auf die Suche nach dem passenden Beruf. Das Projekt ist in diesem Schuljahr in Markdorf gestartet und wird finanziell von der Josef-Wagner-Stiftung und der Agentur für Arbeit getragen.

In der Theorie sind den Schülern einige Berufe bekannt, aber was ein Maschinen- und Anlagenführer, ein Fachinformatiker oder ein Luft- und Raumfahrtingenieur tatsächlich macht, können sich viele nicht richtig vorstellen. An diesem Punkt setzt die „TECademy“ an und bringt Schüler mit Unternehmen und Hochschulen aus der Region zusammen, wie die Veranstalter mitteilen. Ziel ist es, dass junge Menschen praktisch Hand anlegen können und so über ihre Tätigkeit eine Befähigung zu einem Beruf erkennen. Aufgrund der aktuellen Lage wurden die Praxisangebote in den Frühsommer verlagert.

Unternehmen wie J. Wagner GmbH, Kuttruff, ZF Friedrichshafen AG, IFM Elektronik GmbH, Rolls-Royce Power Systems AG, Airbus Defence and Space GmbH und Kumavision AG beteiligen sich an dem Projekt. Diese Partner möchten auf ihre Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten hinweisen und dafür werben, dass die jungen Menschen in ihrer Region bleiben. Mit dem Veranstaltungsformat „Unternehmen im Gespräch“ wird das Programm inhaltlich unterstützt. „Die Jugendlichen sollen ein Gefühl für die Berufswelt erhalten und erfahren, welche Fähigkeiten gebraucht werden“, so Monika Martin. So sehen die jungen Menschen wie sich die Arbeitswelt 4.0 verändert, wie die digitale Revolution den Alltag bestimmt.

Die „TECademy“ trifft sich einmal in der Woche. Themen wie Berufserkundung, Bewerbertraining, Stärken- und Schwächenanalysen stehen im Mittelpunkt. Online-Workshops mit interessanten Themen wie Windenergie und Brennstoffzellentechnik geben den Jugendlichen einen Einblick in die aktuellen Themen. Das Team „Coaching4future“ informierte interessierte Schüler mit spannenden Videoclips, interaktiven Umfragen und Quizelementen über aktuelle und zukünftige Technologien und Berufsbilder. Das Schulprojekt endet im Juli mit einer Zertifikatsübergabe. Das Zertifikat ist laut „TECademy“ ein Türöffner in die Industrie. Es belegt das Engagement der jungen Menschen und zeigt, dass sie sich mit dem Thema „Welcher Beruf passt zu mir“ auseinandergesetzt haben.

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