Schüler verabschieden EU-Gesetze

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Julia (von links), Niklas, Fabio und Sarah sind auf dem Spielfeld in Parlament, der Kommission und im Rat der EU unterwegs.
Julia (von links), Niklas, Fabio und Sarah sind auf dem Spielfeld in Parlament, der Kommission und im Rat der EU unterwegs. (Foto: nadine Sapotnik)

Noch sind die Schüler der 9b der Realschule am BZM unschlüssig, ob sie lieber im Europa-parlament, in der EU-Kommission oder im europäischen Rat arbeiten wollen würden. Schließlich haben sie genau kennengelernt, welches Organ welche Funktion bei der Gesetzesgebung in der EU hat.

Richtig viel pauken war dafür gar nicht nötig. Die Schüler bekamen Besuch von Florian Setzen, dem Direktor des Europazentrums in Stuttgart. Er hat ein Spiel mitgebracht, das seine Mitarbeiter selbst entwickelt haben, um das komplexe System spielerisch zu vermitteln. Schon bald soll es das Spiel auch für zu Hause oder das Klassenzimmer zu kaufen geben. „Es ist immer wichtiger geworden, die Bereiche zu kennen, die das Gesetzesverfahren beeinflussen“, sagt Setzen. Denn so könne erkannt werden, dass jeder Einfluss auf die Gesetzesgebung hat.

Ein langer Prozess

Auch wenn die vier Stunden intensiv für die Neuntklässler waren, sind sie sich einig, dass sie viel mitgenommen haben. „Ich wusste nicht, dass der Gesetzesentwurf erst an die Kommission geht und dann im Parlament und im Rat beraten wird“, sagt Sarah. Ihr Klassenkamerad Niklas war überrascht, was für ein langer Prozess das Verfahren ist. „Ich dachte eigentlich, das geht alles an einem Tag“, sagt er.

Ihr Lehrer, Jonas Kaltenbach, der die Schüler eigentlich in Mathe, Physik und Chemie unterrichtet, hat die Aktion organisiert und Setzen in die Klasse eingeladen. „Auf dem Lehrplan steht sehr wenig zum Thema EU“, sagt er. Deshalb sei es ihm umso wichtiger, die Schüler früh an das Thema heranzuführen. Er ist zufrieden mit seinen Neunern, denn auch wenn das Thema sehr komplex ist, hätten sich die Schüler vorbildlich geschlagen. „Es ist wirklich was hängen geblieben “, sagt Kaltenbach. Er hofft, dass die Aktion künftig auch in anderen Klassen stattfinden wird.

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