Rolf Reiter wird Ehrenmitglied des Obertor-Vereins

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 Vorsitzender Otto Gäng übergibt Rolf Reiter die Urkunde zur Ernennung als Ehrenmitglieder, Glückwünsche dazu gibt es von Hardy
Vorsitzender Otto Gäng übergibt Rolf Reiter die Urkunde zur Ernennung als Ehrenmitglieder, Glückwünsche dazu gibt es von Hardy Frick (von links). (Foto: Brigitte Walters)
Brigitte Walters

Der Förder- und Freundeskreis Obertor wird weiterhin die Stiftung Obertor finanziell beim Erhalt des Gebäudes unterstützen, zusätzlich wird er in diesem Jahr erstmals zwei Leihhäser für die Hänseler-Gruppe der Historischen Narrenzunft Markdorf sponsern, um deren Jugendarbeit zu fördern. Das kündigte Otto Gäng, der Vorsitzende des Fördervereins, in der Mitgliederversammlung an. Rolf Reiter, der sich 40 Jahre für das Obertor engagiert hat, wurde als Schatzmeister verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt.

Im vergangenen Jahr hat sich einiges im Obertor verändert. Der große Saal im Obergeschoss erhielt eine Schalldämmung, ein Lastenaufzug vom Keller bis zum Obergeschoss wurde eingebaut und in der Küche ist ein neuer Herd installiert worden. Dafür habe die Stiftung über 36 000 Euro investiert, berichtete Stiftungsrat Rolf Reiter, der letztmals seinen Bericht von der Stiftung gab, ebenso wie den Bericht über die Finanzen des Fördervereins. Reiter gehörte 1979 zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zum Erhalt des Obertores. Nach der Gründung der Stiftung Obertor wurde dieser aufgelöst und stattdessen der Förder- und Freundeskreis Obertor ins Leben gerufen. Die finanzielle Abwicklung von Sanierung und Umbau Obertor habe zu seinen Aufgaben gehört, berichtete Otto Gäng. Ebenso habe er die Abwicklung der Spenden und die steuerlichen Angelegenheiten des Vereins geregelt, später die Gründung der Stiftung vorbereitet. Aufgrund seiner herausragenden Verdienste wurde Reiter zum Ehrenmitglied des Fördervereins ernannt.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Otto Gäng einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Zum neuen Schatzmeister wurde Reinhold Späth gewählt. Der Verein habe inzwischen wieder seine maximale Mitgliederzahl von 111 erreicht, erklärte Gäng. Im vergangenen Jahr wurde ein Überschuss erwirtschaftet. Von diesem soll die Narrenzunft einen Zuschuss zur Anschaffung von zwei Hänseler-Leihhäsern erhalten. Aufgrund zahlreicher Neueintritte von Jugendlichen müsse deren Zahl aufgestockt werden.

Das Obertor sei ein toller Raum für die Narrenzunft, freute sich Zunftmeisterin Birgit Beck, auch wenn die Erledigung von Renovierungsarbeiten gelegentlich ein Kraftakt sei. Andere Zünfte würden die Markdorfer um dieses Haus beneiden. Bestreben der Zunft sei es, die Fasnet weiter attraktiv zu gestalten, der erstmals veranstaltete FuN-Ball sei erfolgreich gewesen. In den vergangenen Monaten habe die Zunft etliche junge neue Mitglieder gewonnen, für die solle es spezielle Angebote geben.

Mit dem Obertor sei vor 40 Jahren ein Kleinod in der Stadt entstanden, stellte Bürgermeister Georg Riedmann fest. Es sei ein Beweis dafür, was mit passender Nutzung, richtiger Trägerschaft und sicherer Finanzierung erreicht werden kann. Die Gründer hätten vor 40 Jahren nicht nur gute Vorschläge gemacht, sondern diese auch umgesetzt und mit ihren Entscheidungen einen guten Grundstein für die Zukunft geschaffen.

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