Rolf Haas bleibt Vorsitzender der Markdorfer FDP

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Der Vorstand, der für die nächsten zwei Jahre die Geschicke der FDP in Markdorf leiten wird, mit dabei Rolf Haas, Benedikt Harte
Der Vorstand, der für die nächsten zwei Jahre die Geschicke der FDP in Markdorf leiten wird, mit dabei Rolf Haas, Benedikt Hartel, Eva Nägler, Gerhard Behrendt und Lars Schneider. (Foto: bw)
bw und Brigitte Walters

Die Mitglieder des FDP-Ortsverbandes Markdorf setzen weiterhin auf das erfolgreiche Vorstandsteam. In der Jahreshauptversammlung wurde Rolf Haas einstimmig als Vorsitzender gewählt, ebenso wie die weiteren Vorstandsmitglieder. Haas stellte im Rechenschaftsbericht vor, dass die FDP in Markdorf bei der Kommunalwahl im Mai ein hervorragendes Ergebnis erzielt habe: Erstmals seit etwa 40 Jahren ist die FDP wieder im Gemeinderat vertreten. Zudem habe sich die Mitgliederzahl verdoppelt.

Die Arbeit im Gemeinderat mache Spaß, obwohl sie anspruchsvoll sei, erklärte Haas. Gleichzeitig kritisierte er, dass zu viele Dinge auf die lange Bank geschoben würden, wie etwa der Bahnübergang an der Gutenbergstraße.

Es hätte viel eher ein Antrag auf eine neue Lichtzeichenanlage bei der Bahn gestellt werden müssen, meinte er. Die jetzige Lösung, die abknickende Vorfahrt, werde nicht von allen Autofahrern beachtet. Ebenso müsse die Südumfahrung endlich gebaut werden, es gab dazu einen Bürgerentscheid, der umgesetzt werden sollte. „Markdorf erstickt im Verkehr“, sagte Haas.

Auch beim Bischofsschloss sollte der Bürgerentscheid akzeptiert werden. Er erwarte eine Vorlage der Verwaltung, wie das Gebäude zukünftig genutzt werden soll. Alternativ müsse auch über einen Verkauf nachgedacht werden, wie beim Bahnhofsgebäude. Im Gegensatz dazu, sollte das Konzept, Ausschreibung und der Verkauf transparent beraten werden, erklärte Rolf Haas. Wichtig sei, dass vor einem Verkauf städtischer Objekte eine Ausschreibung erfolge. „Wir wollen Transparenz“, stellte er klar.

Seine Arbeit im Gemeinderat werde dadurch erschwert, dass er keine Anträge stellen könne, da der FDP der Fraktionsstatus fehle, dieser werde mit drei Gemeinderäten erreicht, erläuterte Haas. Er kritisierte ferner, dass bei den Kosten zu wenig auf eine Reduzierung geachtet werde, so seien die Regenwassergebühren verdoppelt worden, ohne über eine Kostensenkung zu diskutieren. Aus finanziellen Gründe habe er den Ausbau der Skater-Anlage abgelehnt. Ebenso lehne die FDP einen Anbau an der Jakob-Gretser-Grundschule ab, ein Neubau auf „der grünen Wiese“ sei wesentlich günstiger.

Für die nächsten Monate plane die FDP die Verteilung von 500 Bäumen, um ein Zeichen für nachhaltige Umweltpolitik zu setzen. Ferner soll es eine Bürger-App geben, um Impulse zu erhalten, die erstmal innerhalb der FDP gestartet werde.

Zudem wurde ein Info-Besuch des Flughafens Friedrichshafen vorgeschlagen, ein wichtiger Faktor für die heimische Wirtschaft, lautete es aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer. Der Strukturwandel in der Automobil-Industrie werde deutliche Auswirkungen auf die Markdorfer Zulieferbetriebe haben, deshalb gelte es für die Stadt, die notwendigen Rahmenbedingungen für die Gewerbebetriebe zu schaffen, waren sich die Mitglieder einig.

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