Räte stimmen Erschließung zu

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Renate Habermaas

Die Markdorfer Stadträte haben in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend der Erschließungsplanung des Gebietes Möggenweiler einstimmig zugestimmt. „Diese Planung ist wegen der Hochwassergefahr wichtig“, sagte Bürgermeister Georg Riedmann.

Der Bürgermeister fügte hinzu, dass wegen bestehender Flächen in Privatbesitz, das Problem nicht einfach zu lösen sei. Es gebe hier keine durchgehend geordnete Straßenentwässerung, so Baumeister Michael Schlegel, der in einer Skizze ein neues Regenrückhaltebecken zeigte, in dem das Oberflächenwasser Richtung Osten abgeführt werden soll. Als weitere Maßnahme soll der Bachquerschnitt des Mühlbachs, der durch Möggenweiler fließt, aufgeweitet werden.

Schlegel sprach von einem vollständigen Straßenbau mit einem neuen Gehweg als sicheren Fußgängerbereich in der Möggenweilerstraße. Die Bauarbeiten , die von 2019 bis 2022 dauern sollen, kosten rund 3,6 Millionen Euro. 900 000 Euro davon seien Anliegerkosten. Dietmar Bitzenhofer, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler gab zu bedenken, dass der geplante Gehweg in der Möggenweilerstraße die Straße verengt und den Verkehr erschweren könne. Baumeister Schlegel erwiederte, dass die gegenüber liegende Böschung eingefasst und so der nötige Raum geschaffen werde. CDU-Stadträtin Koners wies darauf hin, dass aufgrund der Bauarbeiten und der Sperrung der Möggenweilerstraße der Verkehr in dieser Situation neu durchdacht werden müsse, um ein Verkehrschaos zu vermeiden.

„Wir werden Ausweichstellen schaffen, aber wir sind auf die landwirtschaftlichen Gebiete angewiesen“, sagte Schlegel. Stadtrat Arnold Holstein verwies auf die Problematik der geplanten Kanalanlage für den Paradiesweg. Die Anlieger bräuchten in ihren Häusern eine Hebeanlage, um das Wasser auf Höhe der Entwässerungsleitungen zu pumpen, das hieße mehr Aufwand in der Anschaffung und in der Instandhaltung für die Eigentümer, so Holstein. Schlegel sagte, dass Hebeanlagen in der jetzigen Zeit zum Stand der Technik gehörten.

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