Polizeiposten: Gebäude ist verkauft

Lesedauer: 5 Min

 Das Gebäude, in dem der Polizeiposten Markdorf untergebracht ist, steht zum Verkauf. Das Amt für Vermögen und Bau sucht nun na
Das Gebäude, in dem der Polizeiposten Markdorf untergebracht ist, steht zum Verkauf. Das Amt für Vermögen und Bau sucht nun nach einem neuen Haus für die Dienststelle. (Foto: Barbara Baur)

Das Haus, in dem der Polizeiposten Markdorf untergebracht ist, ist verkauft worden. Das Gebäude am Marktplatz war von einem Immobilienbüro inseriert und als „ideale Kapitalanlage“ beworben worden. Das Land Baden-Württemberg ist dort seit Jahrzehnten Mieter. SZ-Informationen zufolge plant der neue Eigentümer, das Gebäude am Marktplatz an die aktuellen Bedürfnisse der Polizei anzupassen.

„Wir haben mitbekommen, dass das Gebäude zum Verkauf steht“, sagte Hermann Zettler vom Amt für Vermögen und Bau in Ravensburg, das Liegenschaften für das Land Baden-Württemberg verwaltet, vor der Abwicklung des Verkaufs. „Unabhängig davon gilt aber der Mietvertrag, sodass wir auch im Verkaufsfall drin bleiben könnten“, sagt er.

Doch selbst, wenn das Land bei einem Eigentümerwechsel weiterhin Mieter bleiben kann – ganz optimal sind die Räume für die Polizei in Markdorf inzwischen nicht mehr. Das Amt für Vermögen und Bau hält deshalb schon länger Ausschau nach einer neuen Bleibe für den Polizeiposten. „Wir schauen, was es in Markdorf gibt und ob wir eine adäquate Unterbringung für die Polizei finden“, sagt Zettler.

Bürger wollen die Polizei im Ort

Der Verkauf sei ein Anlass, um die Suche zu intensivieren. Er geht davon aus, dass Markdorf weiterhin den Polizeiposten behält und ist in Absprache mit der Polizei, was die Anforderungen an ein mögliches neues Gebäude betrifft. Wichtig ist insbesondere die Lage. „Ein Polizeiposten muss relativ gut erreichbar sein, auch für Bürger, die zu Fuß unterwegs sind“, sagt Zettler. „Die Bürger sollen das Gefühl haben, dass die Polizei im Ort ist.“

Gleichzeitig sollte der Posten strategisch gut am Straßennetz liegen, zum Beispiel an einer Ausfallstraße, damit die Polizei bei Einsätzen schnell an den Ort des Geschehens fahren kann. „Das sind natürlich zwei Bedingungen, die oft nicht gleichzeitig erfüllt werden können“, sagt er. Letztendlich müsse man abwägen, wie wichtig die beiden Punkte sind. In einer kleinen Stadt wie Markdorf komme man aber relativ gut auf die Straße.

Doch nicht nur an die Lage, auch ans Gebäude selbst hat die Polizei gewisse Ansprüche. Damit es gut sichtbar und erreichbar ist, wäre es ideal, wenn der Polizeiposten im Erdgeschoss untergebracht werden würde. Ebenfalls wichtig ist ein barrierefreier Zugang ins Haus. Im Polizeiposten selbst werden gewöhnliche Büroarbeitsplätze eingerichtet.

Darüber hinaus habe die Polizei nutzerspezifische Anforderungen, die aber so speziell sind, dass sie erst noch eingebaut werden müssten, sagt Hermann Zettler. „Zum Beispiel eine Sicherheitsschleuse“, erläutert er. Dafür, dass solche Voraussetzungen stimmen, wenn die Polizei in eine neue Dienststelle einzieht, ist das Land zuständig. „Wir müssen solche Veränderungen am Bau umsetzen und die Voraussetzungen schaffen, die die Polizei braucht“, sagt er. Doch bis eventuell neue Räume für den Polizeiposten gefunden werden, sind die Beamten auf jeden Fall an gewohnter Stelle am Marktplatz anzutreffen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen