Neues Markdorfer Netzwerk setzt auf Sonnenenergie

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Solaranlagen unter blauem Himmel
Power von ganz oben: In Markdorf hat sich das Markdorfer Sonnenkraft Netzwerk etabliert. In den kommenden Monaten wollen die Initiatoren die Vorteile von Photovoltaik aufzeigen. (Foto: Oliver Berg)
Brigitte Walters

Es ist vollbracht: Am Dienstag hat sich das Markdorfer Sonnenkraft Netzwerk (MSN) etabliert. Ziel der Initiatoren ist es, die Nutzung der Sonnenenergie durch den Bau weiterer Solaranlagen in der Stadt und in der Region voranzubringen. Damit soll auch die Solaroffensive des Landes Baden-Württemberg unterstützt werden. Weit mehr als 20 Interessierte waren gekommen, darunter viele Handwerker und Vereinsvertreter. Sie alle wollen das Projekt unterstützen.

In Markdorf gebe es viele Dächer, auf denen noch keine Solaranlage ist, stellte Karl King fest. Der ehemalige Gemeinderat der Umweltgruppe möchte diesen Umstand mit etlichen Mitstreitern ändern. Dabei sei es ihm wichtig, dass das Netzwerk politisch unabhängig agiere. Im Netzwerk wollen die Energie-Agentur Bodensee-Oberschwaben, Bürgermeister Georg Riedmann, Stadtwerke am See, Volksbank Markdorf, BUND, die evangelische Pfarrgemeinde, Lokale Agenda Energie, Handwerker und Planer aus dem Bereich Photovoltaik, von der Universität Konstanz Professor G. Hahn, mitarbeiten.

In verschiedenen Veranstaltungen sollen die Vorteile der Photovoltaik aufgezeigt werden. Anhand guter Beispiele will das MSN die Bürger für die Solarenergie begeistern, gemeinsam mit den aktiven Netzwerkern soll der Ausbau von Solaranlagen in Markdorf und der Region vorangebracht werden. Ferner sollen weitere Akteure zum Mitmachen im MSN gewonnen und die Vernetzung und der Austausch zwischen den regionalen PV-Akteuren gefördert werden.

Bei der Vorstellung einiger Netzwerker wurde darauf hingewiesen, dass es seit Jahresbeginn neue Förder-Richtlinien für die Heizungs-Erneuerung gebe. Dadurch würde der Bau einer Photovoltaik-Anlage noch attraktiver. Solche Anlagen könnten wirtschaftlich auf privaten, öffentlichen und gewerblichen Gebäuden betrieben werden, waren sich die Handwerker einig. Bereits bei der Erstellung von Bebauungsplänen sollte auf die richtige Ausrichtung der Dächer geachtet werden.

Photovoltaik sei kein neues Thema in Markdorf, stellte Bürgermeister Georg Riedmann fest. Die Stadt habe Flächen für Solar-Bürgerdächer kostenlos zur Verfügung gestellt. Der neue Kindergarten soll ebenfalls eine PV-Anlage erhalten. Es sei wichtig, weitere Aufklärungsarbeit zu leisten und umfassende Informationen zu geben.

Im Frühjahr soll über die Wirtschaftlichkeit, die Einfachheit und die Förderung von Photovoltaik-Anlagen berichtet werden. Bei einer sogenannten Watt-Wanderung soll dann anhand von Beispielen über die Möglichkeiten zur Installation informiert werden. Der aktuelle Stand der Wissenschaft soll in einer weiteren Veranstaltung vorgestellt werden, ebenso die Öko-Bilanz und das Recycling von PV-Anlagen.

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