Musikfreunde Markdorf laden ein

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 Haben die Zeit fest im Blick und die Vorbereitung auf das Konzert am Sonntag: Chor-Dirigent Uli Vollmer, Schauspieler und Moder
Haben die Zeit fest im Blick und die Vorbereitung auf das Konzert am Sonntag: Chor-Dirigent Uli Vollmer, Schauspieler und Moderator Julian Stumpp und Orchester-Dirigent Johannes Eckmann. (Foto: Brigitte Walters)
Brigitte Walters

Zu einem besonderen Konzert laden die Musikfreunde Markdorf am Sonntag, 30. Juni, um 20 Uhr in die Stadthalle ein. Unter dem Titel „Alles hat seine Zeit“ sind Chor- und Orchesterwerke vom Barock, über Klassik bis zur Gegenwart zu hören. Mitwirken werden Chor und Orchester der Musikfreunde Markdorf und der Airbus BSG Dornier, dirigiert von Uli Vollmer und Johannes Eckmann. Ferner Anuschka Schoepe Gesang, Julian Stumpp Moderation und Andrea Kahlo-Ringendahl wird den Chor am Klavier begleiten.

Begonnen hat alles mit dem Hinweis eines Chormitgliedes auf das Werk von Ludwig Senfl „Das Gläut zu Speyer“, erzählte Uli Vollmer bei einem Pressegespräch am Montag. Geschrieben vor rund 500 Jahren, werden darin die Glöckner aufgefordert kräftig zu läuten, um die Bürger zum Gottesdienst einzuladen. Glocken dienten ursprünglich als Zeitgeber, anhand der Schläge wussten die Menschen wie spät es ist und zum anderen wurden sie damit zur Kirche, zum Gottesdienst gerufen. Vollmer hat das Konzert in drei Bereiche unterteilt, im ersten steht die allgemeine Betrachtung zum Thema Zeit im Mittelpunkt. Gedanken über die Zeit und die Endlichkeit der Menschen ist in einem Werk des Barockdichters Paul Fleming zu hören. Für Joseph Haydn hat alles seine Zeit, leben, lieben, trinken. Die Zeit vergeht und nichts bleibt, stellt Hannes Wader fest.

Der Augenblick, der Moment und als Gegenpol die Ewigkeit werden im zweiten Teil musikalisch thematisiert. Zum Abschluss dreht sich alles um die Tageszeiten, wie der „Morgen“ von Georg Philipp Telemann. Davor wird das Orchester der Musikfreunde mit der Haydn-Sinfonie Nr. 90 C-Dur zu hören sein. Haydn habe sich sehr intensiv mit der Zeit in der Musik beschäftigt, erklärte Dirigent Johannes Eckmann. Die Wiener Klassik habe die Musik stark in Perioden gegliedert, im Wechsel von schnell und langsam.

Damit den Zuhörern die verschiedenen Wechsel zum Thema Zeit besser vermittelt werden können, wurde von den Musikfreunden ein Moderator engagiert. Diesen Part hat Julian Stumpp aus Salem übernommen, der gerade sein Schauspiel-Studium abgeschlossen hat. Er möchte sie Zuhörer etwas an die Hand nehmen und durch das Konzert leiten, dabei werde er nicht nur moderieren, sondern auch in kleinen Szenen in verschiedene Rollen schlüpfen, wie Kleinkind, Hausmann oder Senior, verdeutlichte er seine Aufgabe. „Es ist ein besonderes Konzert, mit musikalisch-textlichen Gedanken zu einem zeitlosen Thema“, so das Fazit von Dirigent Uli Vollmer.

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