Mehrgenerationenhaus Markdorf erhält höhere Zuschüsse

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Renate Hold (links) und Waltraud Zeller-Fleck freuen sich über die Post von Land und Bund.
Renate Hold (links) und Waltraud Zeller-Fleck freuen sich über die Post von Land und Bund. (Foto: archiv: Julia Freyda)

Das Mehrgenerationenhaus Markdorf darf sich in diesem Jahr über höhere Zuschüsse freuen. Wie Bundestagsabgeordneter Lothar Riebsamen mitteilt, wurde beschlossen, dass die Bundeszuschüsse für jedes Mehrgenerationenhaus um 10 000 Euro aufgestockt werden. Damit erhält das MGH Markdorf künftig pro Jahr 50 000 Euro an Bundesmitteln. Und auch das Land unterstützt das Haus und fördert eine digitale Anlaufstelle (DILAN) im MGH, mit der neue Formen generationenübergreifender Unterstützung erprobt werden sollen, mit 14 800 Euro, wie das Land mitteilt.

Laut Riebsamen werden zudem die Mittel für die Arbeit des Zusammenschlusses von Mehrgenerationenhäusern um 50 000 Euro aufgestockt. „Mit dieser Aufstockung möchten wir ihnen zeigen, wie wichtig wir Ihre Arbeit finden. Sie sorgen mit Ihrer Einrichtung dafür, dass ein Austausch zwischen den Generationen stattfindet“, schreibt Riebsamen in einem Brief an Renate Hold und Waltraud Zeller-Fleck, die Leiterinnen des MGH Markdorf.

Mehrgenerationenhäuser bieten nicht nur einen Platz zum Wohnen, sondern fördern das generationenübergreifende Miteinander und Engagement. Hier können sich Jung und Alt begegnen, voneinander lernen und die Gemeinschaft vor Ort beleben. Wie das Sozialministerium Baden-Württemberg schreibt, unteterstützt das Land die Häuser daher insgesamt in einer ersten Förderrunde mit rund 800 000 Euro. Damit sollen 22 Projekte beim Auf- und Ausbau von Mehrgenerationenhäusern in ganz Baden-Württemberg finanziert werden. Die Förderung ist Teil des Impulsprogrammes für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, das die Landesregierung ressortübergreifend im März 2019 beschlossen hat.

„Mehrgenerationenhäuser sind wertvolle Begegnungsorte. Sie stehen allen Menschen offen – unabhängig von Alter oder Herkunft. Auch für Menschen mit wenigen Sozialkontakten können diese einen Platz für gemeinsame Begegnungen und Aktivitäten bieten. Mehrgenerationenhäuser wirken damit auch der Vereinsamung in der Gesellschaft entgegen. Sie sind Ausdruck einer vielfältigen Gesellschaft, die aufeinander achtgibt und zusammenhält“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha anlässlich der Bekanntgabe der Projekte am Montag in Stuttgart.

Das Land Baden-Württemberg fördert sowohl den Ausbau von Mehrgenerationenhäusern als auch die Entwicklung neuer Kommunikationsformate, die dazu beitragen, gegenseitige alltagspraktische Hilfeleistungen zu ermöglichen. Unterstützt wird das Land dabei von der Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser.

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