„Marktplatz Beruf“: 200 Schüler nehmen Zukunftschancen unter die Lupe

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Große Nachfrage und Interesse am Info-Stand der Stadt Markdorf, auch die Stadt sucht jedes Jahr Auszubildende.
Große Nachfrage und Interesse am Info-Stand der Stadt Markdorf, auch die Stadt sucht jedes Jahr Auszubildende. (Foto: bw)
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Rekordzahl und dichtes Gedränge beim „Marktplatz Beruf“ im Bildungszentrum Markdorf (BZM): 54 Unternehmen und weiterführende Schulen mit über 60 Berufsbildern waren gekommen, um jüngst ihr breitgefächertes Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen. Der Marktplatz ist ein Kooperationsprojekt des Schulverbundes Markdorf, der Werkreal- und der Realschule, gemeinsam mit dem Rotary-Club Markdorf und den mehr als 20 Bildungspartnern der Schule.

Der Marktplatz bietet den Schülern der achten bis zehnten Klasse der beiden Schulen eine tolle Plattform, um sich über die verschiedenen Berufe eine Orientierung zu verschaffen und über die Ausbildungsangebote zu informieren, vom Altenpfleger bis zum Zimmerer ist alles dabei.

Für über 200 Schüler war in diesem Jahr die Teilnahme verpflichtend. Zuvor gab es die Möglichkeit, simulierte Bewerbungsgespräche zu führen, anschließend gab es eine Rückmeldung für die Schüler. Großen Mut bewies Mathias, der für einen Mitschüler eingesprungen war, er führte ein öffentliches Bewerbungsgespräch mit Diana Steinhoff, Ausbildungsleiterin bei der Firma Wagner. Gesucht wurde ein Verfahrensmechaniker, der sich für Anlagen für Pulverbeschichtung interessiert, ebenso für deren Mechanik und diese dann dem Kunden auch noch verkaufen kann. Der Schüler hatte sich über den Beruf und das Unternehmen gut informiert, wofür es am Ende Lob von der Ausbildungsleiterin gab.

Ebenso konnte er einen Durchhänger in der Schule gut erklären. Die Firma Wagner stellt jedes Jahr in Markdorf 13 bis 15 Azubis ein, erklärte Diana Steinhoff, dabei greife man gerne auf den regionalen Nachwuchs im BZM zurück.

Talent und Motivation sollte der Azubi mitbringen, der sich bei der Zimmerei und Holzbau Martin Looser bewirbt. Zeugnisse sind bei der Einstellung nicht entscheidend. Nebenan der Info-Stand von Arnold Holstein Destillationstechnik: Hier wollten die beiden Azubis Steffen Staiger und Florian Rist gern andere Jugendliche für ihren angestrebten Beruf des Anlagemechanikers interessieren. Ihnen macht die Arbeit und die Ausbildung Spaß, dabei schaffen sie überwiegend mit Kupfer und Edelstahl, berichten sie. Fast jede Anlage sei ein Unikat, die Kunden stellten damit edle Schnäpse her, sei es Gin, Whisky, Wodka oder Obstler.

Die neuen Azubis sollten handwerkliches Geschick mitbringen, erklärte Peter Baur, der für Moog Brückenuntersichts- und Inspektionstechnologie im Deggenhausertal neue Mitarbeiter sucht. Im Unternehmen gebe es eine sehr vielseitige Ausbildung zum Konstruktions- oder Industriemechaniker.

Knoblauch Laden- und Objektbau sucht jedes Jahr etwa sechs oder sieben Azubis, seien es Schreiner, technische Produktdesigner, Bauzeichner oder Kaufmänner im Büromanagement. Für die Firma Alpla ist Personal- und Ausbildungsleiter Bernd Müller beim Markt dabei, vorher hat er bereits zwei Bewerbungsgespräche geführt.

Die Lehrer seien sehr engagiert, ihren Schüler Kontakte zu Ausbildungsstellen zu verschaffen, meinte er. Der Markt biete den Schülern eine gute Möglichkeit zur beruflichen Orientierung und Kontakte bezüglich eines Praktikum-Platzes zu knüpfen, erläuterte er weiter.

Simone Buchner zeigte sich begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten zur Information über die verschiedenen Berufe, sie begleitete Sohn Nico, der sich über seinen Traumberuf „Polizist“ informieren wollte. Wenn das nicht klappt, dann strebt er eine Ausbildung zum Mechatroniker an.

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