Markdorfer Innenstadt erhält Ruhebänke und Fahrradabstellplätze

Lesedauer: 4 Min
Markdorfer Innenstadt erhält Ruhebänke und Fahrradabstellplätze
Markdorfer Innenstadt erhält Ruhebänke und Fahrradabstellplätze (Foto: Dürmuth, Simone)

In der Kernstadt wird es weitere Ruhebänke geben, das hat der Gemeinderat am Dienstag einstimmig beschlossen. Im Haushalt sind dafür 20 000 Euro eingeplant. Ebenso soll es weitere Abstellplätze für Fahrräder geben, auch hierfür stehen 20 000 Euro zur Verfügung.

Die Verwaltung habe eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Ruhebänke und Fahrradabstellplätzen gemacht, berichtete der Leiter des Stadtbauamtes Michael Schlegel. Zudem wäre ein Plan für weitere mögliche Standorte erarbeitet worden. So könne es neue Sitzbänke im Bereich der Kirchenmauer geben, ebenso in der Marktstraße am Latscheplatz, an der ehemaligen Post und vor dem Proma. Einige Standorte für Bänke müssten mit den betroffenen Grundstückseigentümern abgeklärt werden.

Schlegel zeigte Bilder unterschiedlicher Sitzmöglichkeiten: die übliche Holzbank, mal mit Armlehne, mal erhöht nur zum Anlehnen, mal mit Neigung, mal mit Abstellmöglichkeit für ein Fahrrad. Zudem sollten einige Mauern Aufsitzmöglichkeiten erhalten. Es werde keinen einheitlichen Banktyp geben, je nach Standort, Umgebung und Topografie werde die Sitzmöglichkeit ausgewählt. Holzleisten könnten ein gleichbleibender Wiedererkennungswert sein, bevorzugt werde wegen der Witterungsbeständigkeit hochwertiges, zertifiziertes Tropenholz, Eichen- oder Robinienholz.

Gleiches gelte auch für die neuen Fahrradabstellplätze. Auch hier solle auf den städtebaulichen Zusammenhang und ein ansprechendes Gesamtbild Rücksicht genommen werden, sagte Schlegel. Zudem sollten bei bestehenden Plätzen wenn möglich weitere Abstellmöglichkeiten geschaffen werden. Ähnlich wie bei den Bänken gibt es auch bei den Fahrradständern unterschiedliche Versionen. Es werde auch überdachte Stellplätze geben, eventuell mit zusätzlichen Schrankfächern zum Einschließen des Helmes. Fahrradgaragen seien vorrangig im Bahnhofsbereich empfehlenswert. Am Ochsenplatz könnte es einen Stellplatz mit Dach und eventuell einer Ladestation für Fahrradakkus geben.

In der anschließenden Diskussion regte Bürgermeister Georg Riedmann an, jedes Jahr einen festen Betrag für Ruhebänke und Fahrradabstellplätze im Haushalt einzuplanen. Eine Ruhebank koste etwa 1 500 Euro, sagte Schlegel. Gemeinderat Uwe Achilles wünschte sich auch einige Sitzmöglichkeiten im Norden und Süden der Kernstadt. Dies gelte auch für den Osten und Westen, also die Stadtteile Riedheim und Ittendorf, ergänzte Gemeinderat Hubert Roth. So könne er sich einen Fahrradabstellplatz in der Nähe des Rathauses in Leimbach vorstellen. Die Umsetzung des Gesamtkonzeptes sollte relativ zeitnah erfolgen, wünschte sich Gemeinderat Jens Neumann. Er regte an, Anlieger zu fragen, ob sie ebenfalls Fahrradständer aufstellen wollen. In Nachbarstädten würden Bänke gestiftet, ergänzte Gemeinderat Arnim Zumstein.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen