Markdorfer Feuerwehr muss 180 Mal ausrücken

Lesedauer: 5 Min
Kreisbrandmeister Henning Nöh überreicht das Goldene Feuerwehr-Abzeichen für 40 aktive Dienstjahre an Siegfried Amann, Rainer Fi
Kreisbrandmeister Henning Nöh überreicht das Goldene Feuerwehr-Abzeichen für 40 aktive Dienstjahre an Siegfried Amann, Rainer Fischer und Martin Widmann, Glückwünsche dazu gab es von Gesamtkommandant Daniel Kneule. (Foto: Brigitte Walters)
Brigitte Walters

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Markdorf. Die Wehrleute mussten zu einer Rekordzahl von 180 Einsätzen ausrücken, das waren zwölf mehr als 2017. Es waren vielfältige Einsätze, von der Beseitigung einer Ölspur, nach einem schweren Verkehrsunfall den Verletzten aus dem Fahrzeug befreien, oder einen Brand in einer Autowerkstatt löschen. In Rahmen der Jahreshauptversammlung am Samstag wurden einige Wehrleute befördert, zudem gab es eine Fülle von Ehrungen für besonders langen aktiven Dienst in der Feuerwehr.

Bei der Zahl der Einsätze hat besonders die Überlandhilfe der Markdorfer Wehr zugenommen, das heißt, ihre Drehleiter oder der Gerätewagen Atemschutz wurde zu Einsätzen von Nachbarwehren angefordert. Dies hänge auch mit dem Zusammenschluss der Rettungsleitstelle zusammen, erklärte Gesamtkommandant Daniel Kneule. Dadurch komme es zu Alarmierungen, die nicht erforderlich sind. In diesem Bereich müsse dringend nachgearbeitet werden, Fehlalarmierungen seien den Wehrleuten und den Arbeitgebern nicht zumutbar.

Nach Zusagen des Herstellers soll im Herbst das neue Tanklöschfahrzeug (TLF 4000) angeliefert werden, kündigte Kneule an. Ferner wird mit der Vorbereitung für die Ausschreibung der beiden Löschfahrzeuge für die Abteilungen in Riedheim und Ittendorf begonnen. Mit Blick auf die Wahl der Wehrführung im nächsten Jahr soll es in den nächsten Monaten Überlegungen zu der zukünftigen Ausrichtung und den Zielen der Wehr geben.

Die Zahl der Einsätze habe ein hohes Niveau erreicht, stellt der Abteilungskommandant Stadt Patrick Krebs fest. Bei der Erledigung der Einsätze habe sich der gute Ausbildungsstand der Wehrleute gezeigt. Deshalb gelte es weiterhin die hohe Zahl von Aus- und Weiterbildungsangeboten zu halten, besonders da es neue Herausforderungen gebe, wie im Bereich der Elektromobilität. Die Professionalität der Wehrleute sei auch beim Dachgeschoss-Brand in der Kernstadt deutlich geworden. Die Löschmittel Wasser und Schaum wurden so sparsam eingesetzt, das die darunter liegenden Wohnungen weder durch Rauch noch Wasser geschädigt und weiterhin bewohnbar blieben. Die Einsatzbereitschaft über Tage könne nur deshalb sichergestellt werden, da viele Wehrmitglieder in Markdorf arbeiten und verständnisvolle Arbeitgeber haben.

Der Brand in der Kernstadt bleibe nicht ohne Folgen, berichtete Bürgermeister Georg Riedmann. Es müsse das Problem der Rettungswege beim Wochenmarkt am Donnerstag-Vormittag gelöst werden. Beim Brandfall müsse die Drehleiter ausreichend Platz haben. Es wird eine Änderung geben, meinte der Bürgermeister, das erste Gespräch mit den Markthändlern sei vereinbart worden.

Die Zusammenlegung der Rettungsleitstelle sei der richtige Weg, erklärte Kreisbrandmeister Henning Nöh, besonders mit Blick auf Katastrophenschutz und Unwetter-Ereignisse. Allerdings seien Nacharbeiten bei der Alarmierung notwendig.

Derzeit hat die Feuerwehr Markdorf insgesamt 131 Aktive, hinzukommen die Mitglieder der Altersmannschaft, der Jugendwehr und des Spielmannszuges. Acht neue Aktive verpflichtete Gesamtkommandant Kneule, davon kamen fünf aus der Jugendwehr. Zum Oberfeuerwehrmann wurden befördert: André Brandenburg, Andreas Heine, Florian Widmann und Philip Asprion, zum Löschmeister Christian Kessler und zum Hauptbrandmeister Daniel Kneule.

Ehrungen

Das Bronzene Ehrenzeichen für 15 Jahre Feuerwehr-Dienst erhielten: Thomas Bodenmüller, Erich Conen, Alexander Ehinger, Christian Kessler, Daniel Kneule, Patrick Krebs, Andreas Rinderer, Jakob Schall, Martin Scheerer, Marvin Schlieker, Tobias Schmidschneider, Patrik Seidel, Nicole Vogel, Daniel Websky, Marco Weimer, Alexander Heiß, Andreas Knödler, Georg Matt, Marc Paul, Stefan Schneider-Wild, Fabian Kreidler und Sebastian Veit.

Mit dem Silbernen Ehrenzeichen für 25 Jahre wurden ausgezeichnet: Christoph Blaschke, Mathias Brutsch, Jürgen Huther, Dirk Schemberger und Matthias Keppeler.

Das Goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst erhielten: Siegfried Amann, Rainer Fischer und Martin Widmann.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen