Markdorf nimmt keine neuen Schulden auf

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Markdorf hat nur Kredite getilgt und keine neuen Schulden aufgenommen, berichtet Kämmerer Michael Lissner.
Markdorf hat nur Kredite getilgt und keine neuen Schulden aufgenommen, berichtet Kämmerer Michael Lissner. (Foto: dpa)
Brigitte Walters

Zum Abschied hat es für den bisherigen Gemeinderat ein umfangreiches Zahlenwerk gegeben. Kämmerer Michael Lissner legte den Rechenschaftsbericht für das Haushaltsjahr 2018 vor. Demnach wurden im Verwaltungshaushalt 40,5 Millionen Euro eingenommen und ausgegeben, beim Vermögenshaushalt, überwiegend für Investitionen, waren es 8,6 Millionen Euro.

Erfreulich sei dabei, dass im Verwaltungshaushalt ein Überschuss von 4,9 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt wurde. Dadurch konnten 5,9 Millionen Euro der Rücklage zugeführt werden, sodass diese zum Jahresende 2018 rund 31,6 Millionen Euro betrug. Es wurden keine neuen Schulden aufgenommen, sondern nur Kredite getilgt, die Stadt hatte zum Jahresende knapp 4 Millionen Euro Schulden, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 285 Euro entspricht.

Nicht so positiv fiel die Bilanz 2018 beim Eigenbetrieb Abwasser aus, dort gab es ein Minus von insgesamt 133 000 Euro. Dies sei bedingt durch nicht kostendeckende Gebühren. Wichtigste Investitionen waren der Bau des Sammlers Richtung Lipbach und die Erweiterung des Kanals in der Eisenbahnstraße. Eigentlich sollten die Eigenbetriebe einen Überschuss erwirtschaften, dieses Ziel wurde 2018 beim Wasserwerk mit einem Plus von 29 600 Euro erreicht. Einziger Minuspunkt waren die hohen Wasserverluste, die 21,6 Prozent betrugen. Hier bestehe ein Nachholbedarf, erklärte Bürgermeister Georg Riedmann, in das Leitungsnetz müsse in den nächsten Jahren deutlich mehr investiert werden. Einen Überschuss im Verwaltungshaushalt erwirtschaftete die Emil- und Maria-Lanz-Stiftung, der wurde dazu genutzt ein Darlehen abzulösen.

Ein Plus gab es auch bei der Netzgesellschaft Seeallianz, die seit 2018 das Stromnetz in den Gemeinden Bermatingen, Owingen, Salem, Uhldingen-Mühlhofen und Markdorf übernommen hat. Gleich im ersten Betriebsjahr wurde ein Überschuss erwirtschaftet, sodass die Stadt Markdorf mit einer Ausschüttung von rund 57 000 Euro rechnen kann, dies bedeute eine Verzinsung der städtischen Beteiligung von über sechs Prozent, erklärte Kämmerer Michael Lissner.

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