Markdorf bekommt möglicherweise eine dritte Grundschule

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 Das Grundstück westlich der BZM-Sporthalle erreichte die höchste Bewertungszahl als Standort für die dritte Grundschule.
Das Grundstück westlich der BZM-Sporthalle erreichte die höchste Bewertungszahl als Standort für die dritte Grundschule. (Foto: Brigitte Walters)
bw

In der nächsten Sitzung des Markdorfer Gemeinderates wird die Verwaltung eine alternative Grundschulkonzeption vorstellen. Demnach soll es einen dritten Grundschulstandort im Süden der Stadt geben.

Die Sitzung ist am Dienstag, 18. Februar, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Nachdem das Anbau-, Umbau- und Sanierungskonzept für die Jakob-Gretser-Grundschule aufgrund der gestiegenen Kosten, inzwischen fast 30 Millionen Euro, zurückgestellt wurde, haben die Gemeinderäte die Verwaltung beauftragt, die Planungen für einen dritten Standort zu prüfen und die anfallenden Kosten gegenüberzustellen.

Der Vorschlag der Verwaltung beinhaltet die Erweiterung der Grundschule in Leimbach im Bestand für einen bis anderthalb Züge, zudem eine Erweiterung für die Mensa und zukünftige Betreuungsangebote. Weiterhin soll im Süden der Stadt eine zweizügige Grundschule entstehen, mit der Möglichkeit zur Erweiterung auf drei Züge. Die Jakob-Gretser-Schule (JGS) kann dann auf drei Züge reduziert werden, sodass eine Sanierung im Bestand möglich wird. Am neuen Standort und bei der JGS soll eine Ein-Feld-Sporthalle entstehen, oder eine Zwei-Feld-Sporthalle am neuen Standort.

Vier Grundstücke im Süden der Stadt wurden auf ihre Tauglichkeit als Grundschulstandort geprüft. Dabei handelt es sich um ein Grundstück östlich der Bibliothek im BZM, das bereits teilweise der Stadt gehört. Als weiterer Standort bietet sich ein Grundstück westlich der BZM-Sporthallen. Dort gibt es eine Zusage zum Verkauf an die Stadt. Das dritte Grundstück befindet sich im Eigentum der Stadt, neben dem Sportplatz und dem Verkehrsübungsplatz, aufgrund des Zuschnitts ist es eingeschränkt bebaubar. Gut geeignet ist außerdem ein Grundstück in den Öhmdwiesen.

Eine erste überschlägige Kostenberechnung ergab für den dritten Standort Baukosten von zehn bis 13 Millionen Euro, hinzu kämen noch die zwei Ein-Feld-Sporthallen mit jeweils etwa drei Millionen Euro, die Erweiterung der Grundschule Leimbach mit rund zwei Millionen Euro und die Sanierung der JGS mit etwa sechs Millionen Euro. Die Landeszuschüsse würden insgesamt etwa 2,5 Millionen Euro betragen. Dies zugrunde gelegt, wäre die Lösung mit dem dritten Grundschul-Standort für die Stadt kostengünstiger, als die bisherigen Pläne zum Umbau, Anbau und Sanierung der JGS.

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