Markdofer Maler präsentieren „Wilde Zeiten“

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 Noch kleine Korrekturen beim Aufhängen der Bilder. Dabei legen die Künstlerinnen selber Hand an (von links): Edith Anna Beck, H
Noch kleine Korrekturen beim Aufhängen der Bilder. Dabei legen die Künstlerinnen selber Hand an (von links): Edith Anna Beck, Helga Baldenhofer, Monika Schwab, Erika Streif und Izabella Bartha-Wagenbach. (Foto: bw)
bw und Brigitte Wolters

Die diesjährige Ausstellung der Markdorfer Maler steht unter dem Thema „Wilde Zeiten“. Ganz unterschiedliche Arbeiten präsentieren die elf Künstler bis Mitte Dezember in der Stadtgalerie. Die Vernissage findet am Freitag, 8. November, um 20 Uhr, in der Galerie statt. Hermann Zitzlsperger wird die Künstler und ihre Werke vorstellen, die am Sonntag, 10. November, in der Stadtgalerie anwesend sind. Auch am Montag zum Elisabethen-Markt ist die Ausstellung geöffnet.

In diesem Jahr präsentieren Helga Baldenhofer, Izabella Bartha-Wagenbach, Edith Anna Beck, Claude Harpprecht, Rolf Maier, Paul Rössler, Monika Schwab, Axel Scherda, Erika Streif, Paul Szerdahelyi und Hendrik Tuttlies ihre Werke zu den „Wilde Zeiten“. Wie immer legen die Künstler das Thema ganz unterschiedlich aus.

Gleich im Erdgeschoss, nicht zu übersehen, sind die Holz-Skulpturen von Paul Rössler. In der Mitte des Raumes, fast lebensgroß, der Gitarrist, eine Hommage an Woodstock. Etwas weiter „Geronimo“ ein Indianer mit einer hölzernen Federhaube. Edith Anna Beck präsentiert einen Tuareg mit seinem Kamel, beim Ritt durch die Wüste. Daneben der Kontrast, ein hölzernes Motorrad, auch dies ein Fortbewegungsmittel für Abenteurer in der Wüste.

Das Thema in diesem Jahr sei schwierig gewesen, erklärt Edith Anna Beck. Es habe so viele Ideen dazu gegeben, aber aktuelle Politik könne nicht in ein Aquarell umgesetzt werden. Zudem erinnere das Thema an die „wilden“ 68-Jahre. Die Zeit sei zu bewegt, als dass man sich auf einen Rückblick beschränken könne, fügt Monika Schwab hinzu. Die Diskussionen zum Thema CO2 habe sie bei ihren Arbeiten beeinflusst. Der Mensch steht nackt da und schnell im Abseits, wenn er eine andere Meinung dazu vertritt.

Ebenfalls von aktuellen politischen Themen hat sich Izabella Bartha-Wagenbach leiten lassen: zum einen, die Demonstranten mit Regenschirmen in Hongkong, zum anderen die Brände in den Regenwäldern Brasiliens. Bei Erika Streif steht die schwierige Beziehung vom Menschen zur Natur im Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Ganz anders Hendrik Tuttlies’ der mächtige Turm des Bischofschlosses, davor die Ritter, die Markdorf verlassen. Drei Teile, aber eine Einheit, so die Arbeit von Axel Schwerda, eine Glasscheibe, in der Mitte ein Loch, von einem Schuss oder einem Stein, hier ist die Fantasie des Betrachters gefragt.

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