LUBW beendet Schadstoffmessung

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Die Messdaten zeigen, dass der Grenzwert an zwei Stellen überschritten ist.
Die Messdaten zeigen, dass der Grenzwert an zwei Stellen überschritten ist. (Foto: lubw)

Die Stickstoffdioxid-Belastung an der Ravensburger Straße ist nicht so hoch wie zunächst erwartet. Das hat eine Messung der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) ergeben.

Mit fünf sogenannten Passivsammlern erhob die LUBW im vergangenen Jahr Daten, wie hoch der Anteil des Luftschadstoffs Stickstoffoxid in Markdorf ist. Der höchste Wert wurde am nördlichen Bürgersteig der Ravensburger Straße kurz vor der Fußgängerampel an der Kreuzung Bahnhofstraße ermittelt. Der Jahresmittelwert lag dort bei 47 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der erlaubte Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, gemessen als Mittelwert für ein Kalenderjahr. „Wäre der Wert an den übrigen Messpunkten ebenfalls über dem Grenzwert, dann wäre die Messung fortgesetzt worden, um zu ermitteln ob die Belastung auch über ein Jahr hinaus zu hoch ist“, erläutert ein Sprecher der LUBW. Zwar wurde am südlichen Bürgersteig an der Fußgängerampel 43 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Aber an der Kreuzung zur Marienstraße sind die Werte niedriger: Sie lagen bei 39 und 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Beim Hintergrundmesspunkt in der Marienstraße lautete das Ergebnis 17 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Anlass für die langfristige Untersuchung war eine vorherige orientierende zehnwöchige Messung im Jahr 2015. Dabei hat die LUBW eine mittlere Stickstoffdioxid-Konzentration von 48 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft ermittelt. Da die langfristige Untersuchung nun aber zeigte, dass die Belastung nicht über einen längeren Abschnitt den Grenzwert überschreitet, ist für die LUBW die Messung beendet.

Bürgermeister Georg Riedmann wurde erst Mitte der Woche schriftlich über Ergebnisse und Abbruch der Messungen informiert. „Ich habe um ein Telefongespräch gebeten, um mir die Entscheidung erläutern zu lassen“, teilt Riedmann auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mit. Wenn dies stattgefunden hat, will er sich weitere Schritte überlegen. Zum Beispiel ob die Stadt auf eine Fortsetzung der Messung besteht oder selber aktiv werden will.

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