Know-how aus Salem ist in der Raumfahrt gefragt

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ASP-Geschäftsführer Waldemar Dechent erläutert die Entwicklung und Produktion der Elektronik-Teile für die Satellitentechnik, Pe
ASP-Geschäftsführer Waldemar Dechent erläutert die Entwicklung und Produktion der Elektronik-Teile für die Satellitentechnik, Peter Frick, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Landtagsabgeordneter Martin Hahn hören aufmerksam zu. (Foto: brigitte walters)
Brigitte Walters

Das Unternehmens ASP Advanced Space Power Equipment hat am Freitag einen Erweiterungsbau offiziell eingeweiht. Damit stehen dem Salemer Unternehmen im Gewerbegebiet Neufrach weitere Räume mit insgesamt rund 1500 Quadratmetern für Labore, Reinraum, Produktion und Aufenthalt zur Verfügung.

Die ASP entwickelt, analysiert, produziert und testet Leistungselektronik für die Luft- und Raumfahrttechnik. Weltweit arbeitet ASP mit 30 Raumfahrtunternehmen zusammen. In etwa 110 Satelliten sind ASP-Leistungsmodule dabei, viele fliegen bereits, einige sind noch im Bau.

Bei der Einweihung des Betriebsgebäudes im Juli 2015 sei er davon ausgegangen, dass der Platz nun etliche Jahre ausreicht, erklärte Geschäftsführer Waldemar Dechent bei der Begrüßung der Gäste. Doch bereits zwei Jahre später begannen die Planungen für einen notwendigen Erweiterungsbau. Dechent dankte der Gemeinde Salem für die Unterstützung, so dass ein weiteres Grundstück erworben werden konnte.

Mit sieben Mitarbeitern gestartet

Vor 15 Jahren sei ASP mit sieben Mitarbeitern im Gewerbepark in Salem gestartet, berichtete Dechent in einem kurzen Rückblick. Inzwischen werden 100 beschäftigt, und es könnten mehr sein. „Wir suchen ständig Fachkräfte für alle Unternehmensbereiche“, fügte der Geschäftsführer hinzu. Er dankte dem Land Baden-Württemberg, das die Betriebserweiterung im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum gefördert hat. Die Landesregierung sei sich der Bedeutung innovativer mittelständischer Unternehmen für die heimische Wirtschaft bewusst und glaube an deren Leistungskraft und Leistungswillen, stellte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch fest. Die ASP sei ein solches Unternehmen, das auf Innovation und konstante Weiterentwicklung setzte, deshalb habe das Ministerium Ländlicher Raum nach der Förderung des Neubaus auch die Erweiterung finanziell unterstützt. Insgesamt wurde die Bauten mit knapp 630 000 Euro gefördert.

Die rege Bautätigkeit im Gewerbegebiet Neufrach sei erfreulich, sagte der stellvertretende Bürgermeister Peter Frick. Das spreche für stetiges Wachstum der Unternehmen. Die ASP stehe nicht nur für mehr Arbeitsplätze, sondern entwickle ständig neue Technologie für die Zukunft. Die derzeitige Diskussion in Salem lasse ihn aber etwas kritisch in die Zukunft schauen. Er hoffe, dass auch in Zukunft die Gemeinde den heimischen Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten bieten kann.

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