„Klangwelt Rittersaal“ zieht in die Mittlere Kaplanei

Lesedauer: 4 Min
Der Vorstand der „Klangwelt Rittersaal“ freut sich, dass die Konzertreihe wieder weitergeht. Von links Katja Verdi, Christian Ri
Der Vorstand der „Klangwelt Rittersaal“ freut sich, dass die Konzertreihe wieder weitergeht. Von links Katja Verdi, Christian Ringendahl und Armin Bischofberger. (Foto: Helmut Voith)

„Wir freuen uns, dass es bei uns weitergeht!“ Mit dieser guten Nachricht hat Armin Bischofberger, der Vorsitzende des Vereins „Klangwelt Rittersaal“, am Samstagvormittag das Pressegespräch im Kulturcafé di Coppola eröffnet. Der Name ist geblieben, auch wenn der namengebende Rittersaal im Bischofsschloss auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung steht. Zur großen Freude der Veranstalter hat sich dafür eine andere Tür geöffnet: „Wir haben freundlichen Unterschlupf gefunden im Großen Saal der Mittleren Kaplanei.“

Alle Konzerte im Jahr 2019 können in der sanierten Kaplanei schräg gegenüber der Nikolauskirche stattfinden und sind bereits fest ausgemacht. Der Saal passt nicht nur genau in der Größe zum bisherigen Format, sondern ist zudem barrierefrei erreichbar, während die Treppen zum Rittersaal doch für manchen potenziellen Besucher eine unüberwindliche Hürde waren. Auch der Flügel ist in die Kaplanei mitgewandert und kann dort weiterhin für Konzerte genutzt werden. Für die Bereitstellung des Raumes wie des Flügels ist Bischofberger der katholischen Kirchengemeinde und der Stadt Markdorf sehr dankbar.

So war es für den Verein eine Freude, für die bestens eingeführte Konzertreihe wieder ein attraktives Programm zusammenzustellen, das Christian Ringendahl und Katja Verdi vorstellten. Unter dem Titel „Rosenduft und Nachtigallenklang“ verspricht der erste Abend am Sonntag, 17. Februar ein „Programm für Ohren, Herz und Seele“, ein wahres „Ohrwurm-Programm“. Als David in Händels Oratorium „Saul“, das der Kirchenchor St. Nikolaus im Oktober 2017 aufführte, hatte die junge Mezzosopranistin die Zuhörer und auch Christian Ringendahl so beeindruckt, dass er sie gerne zu einem Konzert der Klangwelt Rittersaal einlud. Zusammen mit der Sopranistin Meike Leluschko wird sie berühmte Lieder und Arien von der Renaissance bis in die Spätromantik singen, an der Harfe begleitet von Jenny Meyer. Man darf sich jetzt schon freuen auf Titel wie Händels „Ombra mai fu“, Humperdincks „Abendsegen“, Puccinis „O mio babbino caro“, Bizets „Habanera“ und Offenbachs „Barbarole“ – Namen, die auf der Zunge zergehen. Kein Wunder, dass Bischofberger sagt: „Wir sind glücklich, dass wir weitermachen können.“

Noch ein kleiner Blick voraus: Am 31. März gibt es ein Cembalokonzert mit Christian Brembeck, der schon mit Ringendahl zusammen an zwei Orgeln konzertiert hat. Am 16. Juni spielt Stéphane Bölingen am Klavier mit dem Cellisten Eldar Saparayev als Duopartner Werke von Schostakowitsch und Rachmaninov. Zuletzt erwartet die Zuhörer am 3. November im besonderen, nicht klassischen Konzert das Gitarrenduo „Café del Mundo“ mit Eigenkompositionen und Bearbeitungen aus ganz Europa.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen