Kindergarten für die Zukunft gerüstet

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Kindergarten-Leiterin Stefanie Schreitmüller erläutert die Grundriss-Tafeln, Vanessa Bührle zeigt die Schablonen für die Bodenhi
Kindergarten-Leiterin Stefanie Schreitmüller erläutert die Grundriss-Tafeln, Vanessa Bührle zeigt die Schablonen für die Bodenhinweise, Bürgermeister Georg Riedmann ist angetan von den Veränderungen im Ittendorfer Kindergarten St. Martin. (Foto: Walters)
Brigitte Walters

Mit kleinen Veränderungen eine große Hilfe schaffen, das ist in den vergangenen Wochen im Kindergarten St. Martin in Ittendorf geschehen. Nach drei Montagetagen, dem Erstellen von kleinen Grundriss-Tafeln, dem Anbringen von Symbolen an den Türen und dem Aufkleben von Punkten und Streifen auf den Flurböden ist der Kindergarten für sehbehinderte und blinde Kinder fitgemacht worden.

Damit ist der Kindergarten für die Zukunft gerüstet, um Kindern, Eltern und Erziehern mit einer eventuellen Beeinträchtigung einen reibungslosen Alltag zu ermöglichen. Das taktile System ermöglicht einem sehbehinderten Kind, sich eigenständig in den beiden Etagen des Gebäudes zurechtzufinden. Gleich am Eingang fängt es mit einer Grundorientierung an, erklärte Vanessa Bührle vom Bauamt das System. Der Grundriss des Gebäudes, mit den verschiedenen Räumen, kann mit Hilfe einer kleinen Tafel mit fühlbaren Zeichen und Streifen ertastet werden. Auf dem Boden das Aufmerksamkeitsfeld mit Punkten, davon ausgehend Linien die zu den Räumen im Erdgeschoss führen. Neben den Raumtüren ein kleines Symbol, ein Zeichen welche Gruppe hier betreut wird. Am Treppengeländer ein Pfeil nach oben und im Obergeschoss ebenso die Bodenlinien, die zu den verschiedenen Räumen führen.

Die Planung sei gemeinsam mit dem Behinderten-Beauftragten der Stadt Frank Hartel erfolgt, erklärte Bürgermeister Georg Riedmann. Das System ist ähnlich, wie die bereits vorgenommene Umbauten an Straßen und Bürgersteigen in der Stadt. Der Kindergarten sei nun voll barrierefrei, ergänzte die Leiterin Stefanie Schreitmüller und ermögliche damit eine reibungslose Inklusion.

Die Kinder seien ganz begeistert von den Neuerungen, beim Aufbringen der Punkte und Streifen auf dem Boden hätten sie den Monteuren geholfen. Inzwischen werden die Linien in die Spiele einbezogen. Zudem seien die Kinder von der Fußmassage angetan, erzählte Schreitmüller. Der Kindergarten Ittendorf ist derzeit mit zwei altersgemischten Gruppen und einer Krippengruppe, insgesamt 45 Kindern, voll ausgelastet.

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